Tag 1:
Nach dem Check-in und der Ausgabe der Teilnehmer-T-Shirts für 2026 traf sich die Gruppe am Nachmittag zum ersten Training.
Da durfte auch das erste Sommerschulbaby Jasper nicht fehlen. Die Orgateam-Eltern Nadine und Carsten Tront nahmen gemeinsam mit ihrem frisch geborenen Sohn erstmals als Familie an der Sommerschule teil.
Nach der Begrüßung durch Breitensportreferent Jens „Wendy“ Wendtland ließ unser Urgestein Marcus „Macce“ Thom die Judoka an seinen Erfahrungen aus 30 Jahren aktiver Teilnahme teilhaben.
Die diesjährige Eröffnungseinheit wurde von Christian Knobloch – auch „Kobi“ genannt – geleitet. Mit zahlreichen Kennenlern- und Kampfspielen brachte er die Teilnehmer*innen trotz sommerlicher 30 Grad schnell in Bewegung. Mit viel Spaß und abwechslungsreichen Ideen sowie dem Einsatz unterschiedlichster Materialien gestaltete er ein kurzweiliges Training.
Besonders in Erinnerung bleiben wird der Programmpunkt „Judo fühlen“. Dabei wurden einem oder manchmal auch beiden Trainingspartnern die Augen mit Schlafmasken verbunden, sodass sie sich ganz auf ihre Wahrnehmung und das Körpergefühl konzentrieren mussten.
Nach einem stärkenden Abendessen kamen alle wieder auf die Matte. Es war Zeit für das freie Training: Prüflinge bereiteten sich auf ihre anstehenden Prüfungen vor, wer Randori machen wollte, hatte dazu die Gelegenheit, und das Team Sportabzeichen unter der Leitung von Dominique Plewe und Udo Möbus wurde in die Bedingungen für das Sportabzeichen 2026 eingeführt.
Nach einer erfrischenden Dusche trafen sich die meisten Teilnehmenden am Abend zu anregenden Gesprächen in der Sportsbar der Akademie. Das durchziehende Gewitter hinterließ dort zum Glück keine Spuren. So endete der erste ereignisreiche Tag der Jubiläumsausgabe 2026.
Tag 2:
Olympisches Judo im Schwimmbad: Der 2. Tag der diesjährigen Sommerschule begann nach dem stärkenden Frühstück mit starkem Frühsport. Unser hauptamtlicher Ausbildungsleiter Nils Bentgerodt ließ es sich nicht nehmen die Teilnehmenden in Kopf und Körper zu wecken. Inkludiert waren die Übungen aus dem Judo Spotabzeichen, speziell der Bereich Judo Fitness.
Dann folgte die erste von drei Einheiten in dieser Woche bei unserem Olympiasieger von 1996, Udo Quellmalz. Udo konzentrierte sich vornehmlich auf Angriffe gegen die Bank- und Bauchlage. Beginnend mit Techniken und Handlungssträngen aus seiner eigenen Wettkampfzeit kam man zum Ende der Einheit zur aktuell im Leistungssport sehr erfolgreich angewendeten Kaju-Rolle. Gespickt war der ganze Vormittag mit vielen spannenden und lustigen Anekdoten sowie viel Videomaterial aus Udos Schatzkiste.
Der folgende Nachmittag war dann zweigeteilt: Los ging es mit Miriam Garmatter. Sie nahm sich das Thema der Fußtechniken vor. Nach zahlreichen Bahnen Tandoku renshu wurden die Bewegungen anschließend mit Partner im Uchi komi und Nage komi trainiert. Timing für O uchi und Ko uchi waren genauso Thema wie De ashi. Besonders gelungen war neben dem sympatischen Auftreten der Referentin Miriams unermesslicher Fundus an Differenzierungsangeboten. Somit war es jedem Teilnehmenden möglich, im eigenen Ermessen zu trainieren.
Den restlichen Nachmittag über wurde wieder in den drei Neigungsgruppen Sportabzeichen, Randori und Prüfung trainiert. In der Prüfungsgruppe wurden nach den vorgeschalteten Überprüfungen dann auch bereits erste Module abgeprüft. Die Prüfenden waren mit den präsentierten Ergebnissen sehr zufrieden, sodass diese auch als bestanden vermerkt werden konnten.
Der Abend stand dann im Zeichen der ersten Pause. Viele nutzen das Angebot und fuhren gemeinsam ins Schwimmbad AquaLaatzium. Dort konnte man in Wirlpool oder Sauna erste körperliche Ermüdungen kurieren. Der restliche Teil der Gruppe traf sich in geselliger Runde bei Gesprächen und Gesellschaftsspielen. So endete der 2. Tag und die Vorfreude auf die restliche Woche war geweckt.
Text: Marcus Thom
Redaktionelle Anpassungen: NJV
Fotos: Udo Möbus