Der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband (adh) richtete im Rahmen seiner Vollversammlung einen Gala-Abend aus, bei dem unter anderem die Hochschulsportler*innen des Jahres geehrt wurden.
NJV-Athletin Anna Monta Olek (Judo-Team Hannover) überzeugte in diesem Jahr mit ihren herausragenden Leistungen bei den Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games, bei denen sie die Goldmedaille gewann. Die 23-Jährige ist die erste Judoka seit Ole Bischof im Jahr 2007, die diese Auszeichnung erhält.
Bereits unmittelbar nach den University Games sprach Moritz Belmann, adh-Disziplinchef Judo, die Ausnahmeathletin an und kündigte an, sie für den Titel der Hochschulsportlerin vorzuschlagen. Mit Erfolg: „Vor ein paar Wochen kam der Anruf von ihm, dass ich es geworden bin. Das hat mich natürlich mega gefreut“, sagt Anna Monta Olek gegenüber dem DJB. „Es ist eine besondere Wertschätzung auch noch in eine andere Richtung. Im Leistungssport in Deutschland ist es nicht selbstverständlich, vom Sport leben zu können. Deshalb ist es umso wichtiger, neben dem Sport auch eine berufliche Perspektive zu haben. Es freut mich sehr, dass ich mit der Auszeichnung als Hochschulsportlerin des Jahres auch in dieser Hinsicht Anerkennung bekomme.“
Anna Monta Olek studiert Wirtschaftsingenieurwesen an der SRH Fernhochschule, einer Partnerhochschule des Spitzensports, von der sie viel Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Studium und Hochleistungssport erfährt.
Darüber hinaus engagiert sich Olek stark im sozialen Ehrenamt. Ein Herzensprojekt ist ihre Arbeit für den Verein für krebskranke Kinder sowie die Förderung von Athlet*innen, die in keine offizielle Förderstruktur mehr fallen. Ihre soziale Ader hat besonders ihre Mutter geprägt: „Sie hat mir von klein auf beigebracht, über den Tellerrand hinauszuschauen. Egoismus bringt dich vielleicht kurzfristig weiter, aber langfristig ist es viel wichtiger, dass man sich gegenseitig hilft – und ich finde, der Sport ist da eine große Familie“, so die Hannoveranerin.
Für Anna Monta Olek ist die Auszeichnung „Hochschulsportlerin des Jahres“ nicht nur die Bestätigung ihrer sportlichen Leistungen, sondern auch ihres sozialen Engagements. Den wertvollen Preis konnte sie jedoch nicht persönlich entgegennehmen, da sie sich nach einem Trainingscamp in Japan auf den anstehenden Grand Slam in Abu Dhabi vorbereitet. Stellvertretend nahm ihre Mutter den Preis bei der Gala entgegen.
Anna Monta Olek kann – ebenso wie Mortaza Suha – in diesem Jahr auf eine weitere Auszeichnung hoffen: Beide NJV-Judoka sind für die Wahl zur Sportlerin bzw. zum Sportler des Jahres der Neuen Presse in Hannover nominiert.
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Text: Mit Material von DJB
Redaktionelle Anpassungen: NJV
Foto: Sarah Rauch