Rund 8.500 Athlet*innen und Offizielle nahmen an den diesjährigen FISU-Games in Rhein-Ruhr teil. Austragungsort war unter anderem Essen, wo die Judowettbewerbe zwischen dem 23. und 26. Juli ausgetragen wurden. 367 Judoka aus 57 Nationen kämpften um die Titel und Medaillen, darunter auch die NJV-Athletinnen Laila Göbel (-57kg, Polizeiakademie Niedersachsen) und Anna Monta Olek (-78kg, SRH Fernhochschule).
Anna Monta Olek dominiert die Konkurrenz
Das Los von Anna Monta Olek (-78kg, SRH-Fernhochschule) war alles andere als einfach. Nach einem Freilos in Runde eins traf sie direkt auf die Titelverteidigerin Mizuki Sugimura aus Japan. Olek dominierte zwar durch einen starken Griffkampf und eine große Angriffsfrequenz, konnte aber keine Wertung erzielen. Lediglich zwei Bestrafungen für Passivität drückte sie ihrer Kontrahentin aufs Auge. Im Golden Score dann die Erleichterung, eine weitere Strafe für die Japanerin. Damit stand die Hannoveranerin im Viertelfinale. Dass sie zu den besten Athletinnen ihrer Gewichtsklasse gehört, zeigten nicht nur ihre bisherigen Vize-Welt- und Europameistertitel, sondern auch ihren nächsten Kämpfe gegen die Belgierin Vicky Verschaere und Kaila Issoufi (Frankreich). Souverän marschierte die 22-Jährige ins Finale ein. Hier traf sie auf die WM-Siebte Beatriz Freitas aus Brasilien, gegen die sie ihre Erfolgsspur weiter fortführte. Nachdem sie mit Wazari in Führung ging, machte sie den Sack am Ende im Boden zu. Mit einem Haltegriff krönte sie sich am Ende zur neuen Weltmeisterin der Studierenden. Ein toller Abschluss nach einer fantastischen Saison: „Es ist einfach ein mega Turnier gewesen! Der Einstieg war hart, aber ich bin von Kampf zu Kampf besser geworden. Die Stimmung in der Halle war unglaublich: Meine Familie, Freunde und viele Judo-Fans haben mich angefeuert – das hat mich total getragen. Das Finale dann mit Ippon zu beenden, war einfach überragend. Ich bin so froh, dass ich nach dem EM- und WM-Silber nun endlich den Titel gewonnen habe“, so Anna Monta Olek gegenüber dem Deutschen Judo-Bund.
Aus in Runde eins
Nicht für alle Athlet*innen lief der Wettkampf rund. Laila Göbel (-57kg) von der Polizeiakademie Niedersachsen traf in Runde eins auf die Ungarin Roza Gyertyas, die bei der WM vor einigen Wochen Bronze holte. Trotz dieses großen Erfolges der Ungarin, ließ sich die NJV-Athletin nicht irritieren und blieb ihrer Linie treu. Nach vier Minuten Kampfzeit gab es immer noch keine Entscheidung, wodurch der Kampf im Golden Score fortgesetzt wurde. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden Studentinnen, bis Laila Göbel durch einen Hebel aufgeben musste. Auch wenn sie den Kampf nicht gewonnen hat, zeigte die Hannoveranerin eine starke Leistung und hielt über neun Minuten auf Augenhöhe mit der Spitzenathletin aus Ungarn mit.
Auch im Mixed-Team verpassten die deutschen den Sprung in die zweite Runde. Trotz starker Aufholjagd musste sich das deutsche Team im Stichkampf mit einem 3:4 gegen Kasachstan geschlagen geben. Anna Monta Olek konnte hierbei einen wichtigen Punkt einholen, durch den das Team den Anschlusspunkt zum 3:3 erzielte. Da der anschließende Stichkampf jedoch zu Gunsten des kasachischen Teams ging, schieden die Deutschen vorzeitig aus dem Wettbewerb aus.
Gold ging an Japan, gefolgt von Frankreich. Bronze erkämpften sich Südkorea und Brasilien.
Nun heißt es für die NJV-Athletinnen Laila Göbel und Anna Monta Olek: Sommerpause. Kraft tanken und danach wieder mit Höchstleistungen angreifen.