Bericht aus dem NJV-Zeltlager: Tag 2 bis 4

Der erste volle Tag im NJV-Zeltlager in Fürstenau war ein Tag, wie ihn Miraculix nicht besser hätte zusammenbrauen können. Schon am Morgen lockte die Sonne die Gallierinnen und Gallier aus ihren Zelten. Während andere Kinder und Jugendliche in den Ferien um diese Uhrzeit wohl noch schliefen, wummerte hier bereits laute Musik aus dem Dojo.

Tag 2 – Training und Vorbereitung auf die Gürtelprüfung 

Der Tag begann für die Nachwuchsgallier*innen nämlich schon um 7:30 Uhr mit echter gallischer Weckmusik. Asterix und die anderen schliefen zwar noch – sie mussten schließlich kein Judotraining absolvieren – dafür hatten sie ja den Zaubertrank. Nach dem Frühstück ging es direkt zum Training. In drei Gruppen mit jeweils 21 Kindern wurde alters- und leistungsgerecht trainiert. Mit viel Einsatz wurde geworfen, gekämpft und geübt. Neben den regulären Trainingseinheiten wurde, wie an jedem Tag, zusätzlich ein freiwilliges Konditionstraining angeboten. Die Kinder, die sich bereits im Vorfeld einen Platz für eine Gürtelprüfung im Zeltlager gesichert hatten, bereiteten sich derweil intensiv auf ihre Prüfung vor.

Nach dem Training wartete die wohlverdiente Abkühlung. Im Pool wurde geplanscht, gelacht und sich gegenseitig nassgespritzt. Bei den sommerlichen Temperaturen kam die Erfrischung genau zur richtigen Zeit.

Am Nachmittag wurde es dann besonders spannend. Beim Geländespiel „Methusalix-Bingo“ zogen die Kinder in kleinen Gruppen über den Zeltplatz, lösten Aufgaben, sammelten Hinweise und versuchten, möglichst viele Felder auf ihren Bingokarten zu füllen. Dabei wurden Ständchen gesungen, Pyramiden gebaut, ins Römerlager eingebrochen und Wildschweine auf einer Dartscheibe ins Visier genommen.

Gegen Abend machten sich kleine Gruppen aus Kindern und Betreuern noch gemeinsam zum Joggen oder Inlinerfahren auf den Weg. Die einhellige Meinung lautete: Das schreit nach einer Wiederholung in den nächsten Tagen!

Nach einem gelungenen Tag ließ die Zeltgemeinschaft den Abend bei klarem Himmel gemütlich am Lagerfeuer ausklingen, bevor es auf dem Zeltplatz bis auf Obelix' Schnarchen, schnell sehr ruhig wurde.

Tag drei – Ein Tag voller Abenteuer im gallischen Zeltlager
Der dritte Tag des NJV Zeltlagers in Fürstenau, in dem in diesem Jahr 62 Kinder aus ganz Niedersachsen zehn Tage voller Training, Spiel und Spaß erleben, hielt für die Nachwuchssportler*innen eine große Überraschung bereit.

Nach dem obligatorischen Judotraining am Vormittag - es musste ja trainiert werden, um sich gegen die Römer durchzusetzen - ging es für die kleinen Gallier schon am Nachmittag in den Wald, um dort in verschiedenen aufregenden Mini-Challenges die Zutaten für Miraculix‘ geheimen Zaubertrank zu erbeuten und vielleicht das ein oder andere Wildschwein auf dem Weg zu sammeln.

Dabei war Vorsicht geboten: Denn wenn die Römer angriffen, nahmen sie die mühevoll erarbeiteten Wildschweine und Zutaten einfach mit. Das galt es mit allen Kräften zu verhindern.

Nachdem die Zutaten am Nachmittag erfolgreich gesammelt worden waren, sorgte am allabendlichen Lagerfeuer ein Missgeschick für Aufregung. Als Miraculix bei einem missglückten Kunststück mit unserem Betreuer Paul versehentlich ein Hinkelstein auf den Kopf fiel, sprach er plötzlich nur noch Latein und schien sogar das Rezept für den wichtigen Zaubertrank vergessen zu haben. Für die Gallier war deshalb sofort klar: Miraculix musste geholfen werden!

Deshalb machten sich die Kinder in kleinen Gruppen auf eine spannende Nachtwanderung. Nachdem alle den gruseligen und ereignisreichen Weg gemeistert hatten, wurde bei einem warmen Kakao noch einmal über die Erlebnisse der Nacht gesprochen, bevor die jungen Gallier – auch ich! – müde in ihre Schlafsäcke fielen.

Tag vier – Erholung nach der Rettungsmission
Nach der verkürzten Nacht gönnte Majestix dem Dorf am nächsten Morgen eine Stunde länger Schlaf. Unter uns: Ich glaube, Majestix war selbst ziemlich müde – auch wenn er vermutlich behaupten würde, dass sich ein Häuptling niemals müde fühlt.

Dadurch begann auch das Judotraining eine Stunde später. Ganz ausfallen durfte es natürlich nicht – schließlich war der Zaubertrank inzwischen wieder aufgefüllt.

Der Nachmittag stand den Kindern zur freien Verfügung. Während einige Volleyball oder Gesellschaftsspiele spielten, machten es sich andere mit ihren Matratzen auf der Wiese gemütlich und lauschten einem Asterix-tastischen Hörspiel.

Am Abend ließen die Gallier den ereignisreichen Tag erneut gemeinsam am Lagerfeuer ausklingen.

Zwischenfazit Zeltlager: Alle haben Spaß!

Text: Leif-Ole Nehm

Redaktionelle Anpassungen: NJV

Fotos: Leif-Ole Nehm