Das war er: Der NJV-Verbandstag 2025

Ein Jahr nach dem Generationenwechsel im Präsidium lud NJV-Präsident Julian Jelinsky am 23. November 2025 zum Verbandshighlight des Jahres ein.

Auf gute Zusammenarbeit: NJV-Präsident Julian Jelinsky und Sven Goslar, Geschäftsführer von Sport-Goslar.

Die Geehrten des NJV-Verbandstages 2025: Horst Hülsmann, Susanne Lauer und Julia Vollmers.

NJV-Ehrenpräsident Egbert von Horn, Ehrenmitglieder Rolf-Dieter Frey und Martin von den Benken, NJV-Präsident Julian Jelinsky

Das NJV-Präsidium in seinem zweiten Amtsjahr.

Das höchste Gremium des Niedersächsischen Judo-Verbands, der NJV-Verbandstag, tagte am 23. November 2025 in den Räumlichkeiten der Akademie des Sports in Hannover.

Rund 100 Delegierte aus Vereinen, Bezirken und Gremien nutzten die Gelegenheit, um sich umfassend über aktuelle Entwicklungen im Verband zu informieren, strategische Entscheidungen zu treffen und die Zukunft des NJV mitzugestalten. Bereits im Vorfeld hatte der NJV signalisiert, dass neben den formalen Punkten ein abwechslungsreiches Programm mit inhaltlicher Tiefe und besonderen Momenten wartet. 

Feierliche Ehrungen – Würdigung besonderer Persönlichkeiten im Judo
Nach der Begrüßung durch NJV-Präsident Julian Jelinsky richtete sich der Fokus traditionell auf jene Menschen, die den Verband nicht nur sportlich, sondern auch menschlich prägen.

Insgesamt wurden drei Judoka für ihre außergewöhnlichen sportlichen Leistungen, ihre langjährige Arbeit in den Vereinen oder ihr Engagement auf und neben der Matte geehrt:

So erhielt Susanne Lauer (Braunschweiger Judo Club) die Leistungsnadel Gold für ihre zahlreichen Teilnahmen und Erfolge im ID-Judo. Auch Horst Hülsmann (Judo-Club Osnabrück) und Julia Vollmers (Braunschweiger Judo Club) konnten sich über eine Ehrung (Ehrennadel Gold). In der Laudatio betonte Meike Ahrenhold (Vizepräsidentin Breitensport) vor allem die Kata-Erfolge von Horst Hülsmann mit seinem Partner Peter Ackermann. Julian Jelinsky betonte vor allem den unermüdlichen Einsatz von Julia Vollmers als ID-Athlet*innensprecherin.

Ein besonderer Moment folgte, als die Delegierten Martin von den Benken (ehemaliger NJV-Ausbildungsleiter) und Rolf-Dieter Frey (ehemaliger Vizepräsident Breitensport und ehemaliger Behindertensportreferent) einstimmig in den Kreis der NJV-Ehrenmitglieder aufnahmen. Mit dieser Ernennung würdigte der Verband das überragende und nachhaltige Engagement, das beide über viele Jahre hinweg für das Judowesen in Niedersachsen gezeigt haben. Diese Position ist nur wenigen Persönlichkeiten vorbehalten und besitzt deshalb einen ganz besonderen Stellenwert.

Was braucht ein moderner Sportfachverband? 
Mit einem Vortrag zum Thema "Wie kann sich ein moderner Sportverband zukunftsfähig aufstellen?" gab Sarah Borchers (Stabsstelle Verbandsentwicklung, LSB Niedersachsen) einen kurzen Einblick über aktuelle Entwicklungen, Befunde und Herausforderung über die Arbeit in Vereinen und Fachverbänden. Der NJV steht bereits schon länger im Austausch mit der Abteilung Verbandsentwicklung, um die verschiedenen Prozesse der Organisationsentwicklung erfolgreich zu gestalten. Mit dem Fazit "Die Frage ist nicht, ob wir uns verändern müssen – sondern wie schnell wir es schaffen.“ und der Frage, welche zwei Dinge schon morgen angestoßen werden können, um zukunftsfähiger zu werden, schloss sie ihren kurzen Einblick in das Arbeitsfeld ihrer Abteilung. Gleichzeitig machte sie Werbung für die Angebote des LSB Niedersachsen - zum Beispiel für die unterschiedlichen Beratungsangebote, die auch den Vereinen offenstehen.

Neuer Partner – Ein Blick auf die Zukunft des NJV
Einer der spannendsten Programmpunkte war die offizielle Vorstellung der neuen NJV-Markenidentität sowie des zukünftigen Partners Sport-Goslar und Erima, der die Einkleidung des Verbandes übernimmt. Die Begeisterung von Geschäftsführer Sven Goslar war deutlich spürbar: "Für uns ist es eine Wahnsinnsehre, dass wir das zusammen mit dem NJV entwickeln dürfen."

Auch NJV-Präsident Julian Jelinsky blickt voller Vorfreude dieser wichtigen Zusammenarbeit entgegen: "Mit der Kooperation mit Sport Goslar und Erima schaffen wir erstmals eine Verbandskollektion, die unseren Judoka würdig ist – modern, hochwertig und mit klarem Wiedererkennungswert - etwas, worauf viele schon lange warten. Seid gespannt!"

Mit diesem Schritt setzt der Verband ein starkes Zeichen für Professionalisierung und Wiedererkennbarkeit. Teil der neuen Markenidentität des NJV sind nicht nur ein einheitliches Erscheinungsbild des Verbandes bis in die Untergliederungen, sondern auch Elemente wie ein modernes Logo sowie eine neue Website, die den Ansprüchen der aktuellen Zeit Rechnung trägt. Im Laufe des ersten Halbjahres 2026 soll der Umstieg vollzogen sein.

Die Arbeit des neuen Präsidiums
Das neu gewählte Präsidium hat das vergangene Jahr intensiv genutzt, um Orientierung zu schaffen und die Verbandsarbeit strukturell weiterzuentwickeln. "Das vergangene Jahr war ein Jahr des Übergangs, in dem wir Strukturen geprüft, Rollen geklärt und die Grundlage für die kommenden Jahre gelegt haben", leitete Julian Jelinsky seinen umfassenden Bericht des Präsidiums ein. Im Fokus standen dabei die Analyse bestehender Abläufe, ein klares Rollenverständnis in der Verbandsführung sowie der Start eines gemeinsamen Organisationsentwicklungsprozesses. Parallel wurden zentrale Zukunftsthemen wie Professionalisierung, moderne Außendarstellung und Kommunikation gezielt vorangetrieben. Damit wurde eine stabile Basis für die anstehenden inhaltlichen und strukturellen Weiterentwicklungen des Verbandes geschaffen.

Beschlüsse und Regeländerungen
Neben dem traditionellen Finanzüberblick wurden Anträge zur Satzung, Wettkampf- und Verwaltungsordnung beraten und über sie abgestimmt.

Alle Änderungen in den NJV-Ordnungen, die durch die Entscheidung des NJV-Verbandstags entstehen, werden zeitnah in die Ordnungen eingearbeitet und den Mitgliedern wie gewohnt über den Servicebereich der Website zur Verfügung gestellt. Eine Auflistung der gefassten Beschlüsse erfolgt gesondert.

Abschluss und Ausblick
Zum Ende des Verbandstags bedankte sich NJV-Präsident Julian Jelinsky bei allen Delegierten für ihre engagierte Teilnahme, die konstruktiven Diskussionen und den gemeinsamen Blick in die Zukunft. Um 14:15 Uhr schloss er die Versammlung und gab einen Ausblick auf das kommende Jahr, das erneut von wichtigen Weichenstellungen und der weiteren Umsetzung des Generationenwechsels geprägt sein wird.

Spannend wird, welche Entwicklungen der Verband bis zum nächsten NJV-Verbandstag am 29. November 2026 nehmen wird. Antragsschluss für den kommenden Verbandstag ist am 19. Oktober 2026.