Mit einem Aufgebot von vier Athlet*innen reiste der NJV nach Sarajewo zum Senior European Cup. Insgesamt waren 279 Sportler*innen aus 22 Ländern für das Turnier gemeldet. An den Start gingen: Liam Herrmann (-66 kg), Matti Göbel (-81 kg, beide JT Hannover) sowie Amani Küster (+78 kg) und Ilias Küster (-100 kg, beide MTV Isenbüttel).
Mit einer Auftaktniederlage gegen Sara Maric (SRB) startete Amani Küster in der Gewichtsklasse +78 kg in den Wettkampf. In der Trostrunde angekommen stand sie nach einem Freilos direkt im kleinen Finale um Bronze und konnte dort mit taktisch klugem Kopf ihre Gegnerin aus Montenegro besiegen und ihre Leistung mit Bronze belohnen.
Liam Herrmann und Matti Göbel erwischten an ihren Wettkampftagen leider weniger Glück und mussten sich nach ihren jeweils ersten Begegnungen geschlagen geben.
Ilias Küster (-100 kg) stieg mit einem Sieg gegen Ungarn ins Turnier ein. Eine anschließende Niederlage gegen den späteren Poolsieger Ivan Rozga aus Kroatien bescherte ihm das Ticket für die Trostrunde. Mit einem Freilos und drei Siegen konnte er den Erfolg seiner Schwester wiederholen und sich mit Bronze in einem spannenden Bronze-Kampf gegen Bekauri im Golden Score mit einer Medaille küren.
"Die vier nominierten Sportler*innen konnten insgesamt sechs Siege bei nur vier Niederlagen verbuchen, eine positive Gesamtbilanz erzielen und am Ende des Wettkampftages zwei Bronzemedaillen gewinnen", so Landestrainer Patrick Kuptz.
Und auch die Wettkampfauswertung zeigt: Mehrere Kämpfe wurden durch starke technische Aktionen entschieden und belegen, dass die Athlet*innen ihre technischen Fähigkeiten auch auf international hohem Wettkampfniveau erfolgreich umsetzen konnten. Dabei kamen unter anderem Techniken wie Tai-o-toshi, O-soto-gari und Harai-makikomi erfolgreich zum Einsatz.
Aus Trainersicht bestätigt das starke Ergebnis die getroffene Nominierung. Eine positive Kampfbilanz (insgesamt sechs Siege und 5 Niederlagen) gilt als wichtiger Indikator dafür, dass die Sportler*innen auf dem passenden Leistungsniveau eingesetzt wurden und sich gegen die Konkurrenz behaupten konnten.
Nun richtet sich der Blick bereits auf das nächste große Ziel: die Deutschen Meisterschaften am kommenden Wochenende (6. bis 7. Juni) in Duisburg. Dort möchte das Team an die gezeigten Leistungen anknüpfen und sich national erfolgreich präsentieren. Wer auf nationaler Ebene Spitzenplatzierungen erreicht, kann sich zudem für zukünftige internationale Einsätze empfehlen. Die Voraussetzungen dafür haben die niedersächsischen Judoka mit ihren Leistungen in diesem Wettkampf in jedem Fall geschaffen.