Beim European Cup der Junioren traten insgesamt 595 Judoka aus 28 Nationen an. Vom BSP Hannover gingen Emily Plich (-48 kg, VfL Grasdorf), Matilda Wamhof (-52 kg, Crocodiles Osnabrück) und Jonathan Wiederhold (-81 kg, BSP-Athlet) bei ihrem ersten Junioren-EC an den Start.
Platz sieben für Wamhof
Matilda Wamhof überzeugte mit einer taktisch klugen Linie und großem kämpferischem Einsatz und gewann ihre ersten beiden Kämpfe in der Hauptrunde gegen Gegnerinnen aus Spanien und Schweden. Letztere war sogar Vize-Weltmeisterin der Kadetten. In der dritten Runde unterlag sie der Vize-Deutschen Meisterin U21, Klara Erten.
In der anschließenden Trostrunde bezwang Wamhof souverän ihre italienische Kontrahentin. Im Kampf um den Einzug in das Bronzeduell musste sie sich jedoch der aktuellen Deutschen Meisterin, Nina Güth, geschlagen geben. Am Ende belegte sie einen starken siebten Platz.
Vorrundenaus aus für Plich und Wiederhold
Für Emily Plich endete ihre erste Erfahrung beim Junioren-EC bereits in Runde eins. Im Stand dominierte sie zwar ihre Gegnerin aus Österreich, verlor jedoch durch eine Unachtsamkeit im Bodenkampf durch einen Haltegriff.
Jonathan Wiederhold konnte dagegen seinen Auftaktkampf gegen Italien und die Runde zwei trotz eines Rückstandes gewinnen, in dem er konsequent und taktisch klug weiterkämpfte und schließlich das Blatt wendete. Seinen dritten Kampf verlor er kurz vor Schluss ebenfalls im Boden. Damit schieden beide Judoka vorzeitig aus dem Rennen aus.
Jonathan Wiederhold gewann seinen Auftaktkampf gegen einen Gegner aus Italien sowie die zweite Runde trotz zwischenzeitlichen Rückstands. Mit konsequentem und taktisch klugem Kampf drehte er die Begegnungen. Seinen dritten Kampf verlor er jedoch kurz vor Schluss – ebenfalls im Bodenkampf. Damit schieden beide Judoka vorzeitig aus dem Turnier aus.
Blick nach vorn: Fokus Bodenkampf
Als jüngster Jahrgang zählten alle drei zu den Newcomern auf European-Cup-Ebene – entsprechend positiv fiel das Fazit von Trainer Raik Schilbach aus: „Sie konnten die taktischen Marschrouten im Stand gut umsetzen und haben stark gekämpft. Im Bodenkampf gibt es noch Verbesserungsbedarf.“
Bis zum nächsten internationalen Turnier in Istanbul am 2. Mai bleibt noch genügend Zeit, gezielt am Bodenkampf zu arbeiten. Zuvor steht mit der Deutschen Pokalmeisterschaft ein weiterer wichtiger Wettkampf an, bei dem ebenfalls einige NJV-Judoka starten werden.