Sportlich verlief das Wochenende für die NJV-Athlet*innen allerdings nicht wie erhofft. Für den NJV gingen Jan Gero Paulus (-66 kg, VfL Grasdorf), Artur Kulsha (-66 kg, Judo-Team Hannover) und Lara Malczak (-70 kg, Braunschweiger JC) unter der Betreuung von Hannes Schneider an den Start.
EM-Nominierung für Malczak trotz Rückschlag
Für Artur Kulsha verlief das Turnier nach einem Freilos zunächst erfolgreich: Er gewann seinen ersten Kampf, schied anschließend jedoch aus dem Wettbewerb aus. Jan Gero Paulus musste dagegen bereits nach seiner Auftaktniederlage die Hoffnungen auf eine Platzierung begraben.
Auch Lara Malczak startete mit einem Sieg in Runde eins gut ins Turnier, verlor jedoch ihren zweiten Kampf und schied vorzeitig aus. Dennoch überwog am Ende die Freude: Trotz des frühen Ausscheidens erhielt sie aufgrund ihrer starken Leistungen im bisherigen Saisonverlauf die Nominierung für die Europameisterschaften, die vom 29. Juni bis 2. Juli auf Gran Canaria stattfinden.
Zur optimalen Vorbereitung auf den Saisonhöhepunkt reist Malczak Anfang Juni zunächst zum internationalen Trainingscamp nach Riccione (Italien). Für Paulus platzte der Traum von der EM-Nominierung hingegen denkbar knapp – bis zuletzt hatte er noch auf einen Startplatz gehofft.
Im Anschluss an den European Cup nahmen die Kadetten zudem am internationalen Trainingscamp (ITC) in Polen teil.
Platz sieben für Suha in Benidorm
Parallel dazu waren beim European Cup im spanischen Benidorm weitere NJV-Athlet*innen im Einsatz. Doch auch dort blieben die erhofften Top-Platzierungen weitgehend aus. Laila Göbel (-57 kg, Judo-Team Hannover), Nele Noack (-70 kg, BSP-Athletin), Nicolas Kunze (-66 kg, MTSV Aerzen), Viktor Wandtke (-73 kg, BSP-Athlet) sowie Mortaza Suha (+100 kg, Judo-Team Hannover) gingen unter der Leitung von Bundesstützpunkttrainer Daniel Gürschner auf die Matte.
Nicolas Kunze verlor seinen Auftaktkampf im Golden Score gegen Frankreich. Auch Laila Göbel musste sich in der Verlängerung ihrer Gegnerin aus Italien geschlagen geben. Viktor Wandtke gewann zunächst zwei Kämpfe, unterlag dann jedoch dem späteren Bronzemedaillengewinner Vardanian aus Schweden. Nele Noack startete mit einem Sieg ins Turnier, schied anschließend aber gegen eine Athletin aus Brasilien aus.
Am weitesten kämpfte sich Mortaza Suha nach vorne. Mit zwei Siegen erreichte er das Poolfinale, in dem er dem Rumänen Dobre unterlag. In der anschließenden Trostrunde musste er sich zudem Brasilien geschlagen geben. Nach mehreren intensiven und starken Kämpfen belegte Suha damit einen respektablen siebten Platz.