373 Judoka aus 52 Nationen reisten in dieser Woche zum Grand Slam nach Abu Dhabi. Mit dabei waren auch die NJV-Athlet*innen Nicolas Kunze (-66 kg, MTSV Aerzen), Anna Monta Olek (-78 kg, Judo-Team Hannover) sowie BSP-Athletin Friederike Stolze (-63 kg, SV Halle).
Revanche für Anna Monta Olek
In Runde eins traf Anna Monta Olek auf Petrunjela Pavic (Kroatien), die in der zweiten Kampfminute mit Yuko in Führung ging. Doch dass die 23-jährige Nerven aus Stahl hat, ist spätestens seit der FISU 2025 klar. Auch diesmal ließ sie sich von dem kleinen Rückstand nicht beirren und kämpfte sich mit kühlem Kopf zurück. Im Golden Score setzte sie noch einen drauf und zog in die nächste Runde ein. Anschließend gewann sie ihr Poolfinale gegen die Niederländerin Guusje Steenhuis.
Im Halbfinale zeigte die Hannoveranerin erneut ihre Topform. Mit einem Waza-ari für einen Uchi-mata-maki-komi ging sie gegen Inbar Lanir (Israel) in Führung und verteidigte diesen Vorsprung souverän bis zum Ende der Kampfzeit.
Im Finale kam es zur Neuauflage des diesjährigen WM-Finals. Ihre Gegnerin: die amtierende Olympiasiegerin und Weltmeisterin Alice Bellandi (Italien) – eine echte Dauerrivalin. Die Frage: Wird Anna Monta Olek diesmal die Oberhand gewinnen?
In einem intensiven Kampf, geprägt von taktischem Griffkampf, stand es nach vier Minuten 2:2 Shido. Damit musste erneut das Golden Score entscheiden, wer das Finale gewinnen wird. Die erste Wertung oder das nächste Shido würden den Sieg bringen. Spannung pur für alle Zuschauer*innen.
Am Boden setzte sich Anna Monta schließlich mit einem Haltegriff durch und gewann damit nicht nur den hart umkämpften Finalkampf, sondern auch die Goldmedaille.
Frühes Turnierende für Stolze und Kunze
Für die beiden Teamkolleg*innen begann der Wettkampf bereits am Freitag und Samstag. BSP-Athletin Friederike Stolze konnte sich in Runde eins jedoch nicht gegen die Kroatin Nina Simic durchsetzen. Auch Nicolas Kunze schied nach einem Sieg und einer Niederlage vorzeitig aus dem Turnier aus. Für beide verlief der Wettkampf damit nicht wie erhofft und endete früher als geplant.
Ausblick
Ein erfolgreiches Jahr – vor allem für Anna Monta Olek – neigt sich dem Ende zu. Neben drei Goldmedaillen bei Grand Slams und dem Titel bei den FISU, erkämpfte sie sich zudem den Vize-Weltmeistertitel sowie Bronze beim Grand Slam in Tashkent. Eine beeindruckende Erfolgsserie, die mit zahlreichen Auszeichnungen gekrönt wurde, darunter die Wahl zur Hochschulsportlerin des Jahres sowie Nominierungen zur Sportlerin des Jahres durch die Zeitung Neue Presse in Hannover.
Auch im kommenden Jahr wollen sie und die anderen NJV-Athlet*innen an ihre starke Form anknüpfen. Next Stop: Trainingscamp in Mittersill.