Beim Grand Slam in Astana kämpften 295 Athlet*innen aus 36 Nationen um Podiumsplätze und wichtige Weltranglistenpunkte. Mit dabei waren auch die NJV-Athletinnen Sarah Ischt (-48 kg, VfL Wolfsburg), Giovanna Scoccimarro (-70 kg, MTV Vorsfelde) und Anna Monta Olek (-78 kg, Judo-Team Hannover), die sich in Kasachstan mit der Weltspitze messen wollten.
Krönender Abschluss für Olek
Am letzten Wettkampftag des diesjährigen Grand Slams erwischte Olek einen starken Auftakt. Nach einem Freilos stand sie bereits im Poolfinale. Dort setzte sie sich gegen Dudenaite aus Litauen durch. Nach einer frühen Führung in der ersten Minute kontrollierte sie den Kampf dominant bis zum Ende.
Auch im anschließenden Halbfinale gegen ihre Gegnerin aus Kanada überzeugte Olek mit cleverer Kampftaktik und dominantem Griffkampf. Erneut gelang ihr eine Führung, die sie souverän verteidigte. Damit stand die 23-Jährige zum zweiten Mal im Jahr 2026 in einem Grand Slam Finale. Dort wartete mit Alina Böhm, die am Bundesstützpunkt in Köln trainiert, ihre langjährige Rivalin. Im direkten Head-to-Head lag Olek vor dem Finale mit 2:1-Siegen vorn.
Das Finale entwickelte sich von Beginn an zu einem Kampf auf Augenhöhe. Beide Athletinnen kannten sich durch zahlreiche Lehrgänge und Begegnungen im Wettkampf. Nach Ablauf der regulären Kampfzeit stand es 2:1 Shido für die Hannoveranerin. Erst im Golden Score fiel die endgültige Entscheidung: Olek gelang es, Böhm den dritten Shido aufs Punktekonto zu drücken. Damit sicherte sie sich ihren ersten Grand Slam Sieg in 2026.
Keine Finalkämpfe für Ischt und Scoccimarro
Während Sarah Ischt (-48 kg) bereits am ersten Wettkampftag eine Auftaktniederlage hinnehmen musste und frühzeitig ausschied, gewann Giovanna Scoccimarro ihre erste Begegnung. Im anschließenden Poolfinale unterlag sie jedoch im Golden Score der späteren Siegerin Clemence Eme aus Frankreich.
In der Trostrunde reichten die Kräfte trotz starker Aktionen nicht mehr ganz aus, um sich gegen die routinierte Brasilianerin Silva durchzusetzen. Mit einem Yuko musste sich Scoccimarro geschlagen geben und belegte am Ende Rang sieben.
Fotos: IJF / Tamara Kulumbegashvili