Gold und Silber für NJV-Duo in Lausanne

Starker Auftritt der niedersächsischen Judoka beim Grand Slam in Lausanne: Anna Monta Olek gewann Gold, Giovanna Scoccimarro sicherte sich Silber.

Mit einer Gold- und einer Silbermedaille haben die niedersächsischen Athletinnen beim Judo Grand Slam im schweizerischen Lausanne ein starkes Ausrufezeichen für Niedersachsen gesetzt. Anna Monta Olek vom JT Hannover unterstrich einmal mehr ihre Rolle als derzeitige Weltranglistenerste in der Gewichtsklasse bis 78 Kilogramm, Giovanna Scoccimarro vom MTV Vorsfelde kämpfte sich bis ins Finale bis 70 Kilogramm vor.

Für Scoccimarro führte der Weg ins Finale über fünf erfolgreiche Kämpfe. Zum Auftakt setzte sie sich mit Yuko gegen die Ukrainerin Olha Tsimko durch. Auch Aleksandra Kowalewska aus Polen musste sich der Wolfsburgerin geschlagen geben. Nach weiteren Siegen gegen Jevgenija Gajic aus Slowenien und Tais Pina aus Portugal zog Scoccimarro ins Halbfinale ein. Dort profitierte sie gegen Lu Liu von der dritten Shido-Bestrafung der Chinesin und machte damit den Einzug ins Finale perfekt.

Dort kam es zum rein deutschen Duell gegen Miriam Butkereit vom SV Halle. Die Olympia-Zweite von Paris setzte sich nach fast vier Minuten aufgrund von Bestrafungen durch und sicherte sich ihren vierten Grand-Slam-Sieg. Für Scoccimarro stand am Ende eine starke Silbermedaille zu Buche. „Miriam und Giovanna haben heute sehr gute Wettkampfleistungen gezeigt, sie waren konditionell top, haben mit Cleverness agiert und gute Judotechniken gezeigt“, lobte Frauen-Bundestrainer Claudiu Pusa die beiden deutschen Finalistinnen.

Auch Sarah Ischt vom VfL Wolfsburg ging in Lausanne an den Start. In der Klasse bis 48 Kilogramm kämpfte sie sich bis ins Achtelfinale vor, musste sich dort jedoch geschlagen geben und schied frühzeitig aus.

Olek belohnte starken Wettkampftag mit Gold

Am Abschlusstag sorgte schließlich Anna Monta Olek für das zweite niedersächsische Ausrufezeichen. Die 24-jährige Vizeweltmeisterin und Weltranglistenerste setzte sich im Finale der bis 78 Kilogramm gegen die Weltranglistenzweite Yelyzaveta Lytvynenko aus den Vereinigten Arabischen Emiraten durch. In der letzten Kampfminute erzielte Olek mit Ko-soto-gake die entscheidende Waza-ari-Wertung.

Bereits zuvor hatte die Hannoveranerin einen souveränen Wettkampftag gezeigt: Nach einem Sieg durch Sankaku-gatame gegen Lieke Derks aus den Niederlanden beendete sie auch ihr Viertelfinale gegen die Chinesin Hongtao Wu vorzeitig mit einem Haltegriff.

Deutlich länger dauerte das Halbfinale gegen die Portugiesin Patricia Sampaio. Nach einem ausgeglichenen Kampf auf Augenhöhe ging es in die Golden Score Verlängerung. Erst nach fast neun Minuten gelang Olek erneut ein Haltegriff, in dem Sampaio aufgab.

Mit Gold in Lausanne sicherte sich Olek ebenfalls ihre vierte Grand-Slam-Medaille des Jahres und insgesamt ihren fünften Sieg bei einem Grand Slam. On top trugen beide NJV-Athletinnen maßgeblich zum starken Abschneiden des deutschen Teams bei: Deutschland belegte in der Medaillenwertung des Grand Slam hinter Japan den zweiten Platz.


Text: mit Material von DJB
Fotos: IJF