Wie schon in den vergangenen Jahren war das Turnier in Teplice mit über 700 Athlet*innen aus 34 Nationen stark besetzt. Für den NJV starteten: Mukhamed Mutoshvili (-60 kg, ASC Göttingen), Jan Gero Paulus (-66 kg, VfL Grasdorf), Artur Kulsha (-66 kg, Judo-Team Hannover) und Lara Malczak (-70 kg, Braunschweiger JC).
Souveräner Durchmarsch zum Titel
Nach einem Freilos in Runde eins ging er in seinem Auftaktkampf bereits nach nur 13 Sekunden in Führung. Seinen Vorsprung baute er schnell weiter aus und gewann gegen seinen Gegner aus Serbien vorzeitig.
Auch im nächsten Kampf zeigte er seine Dominanz: Mit Wertungen wie Yuko, Wazari und schließlich Ippon besiegte er seinen polnischen Gegner souverän und zog in die nächste Runde ein. In seinem dritten Kampf traf er auf einen Athleten aus Brasilien und überzeugte erneut mit einem starken und taktisch klugen Auftritt.
Im Poolfinale gegen den Ukrainer Turchyn geriet Mutoshvili zunächst mit Yuko in Rückstand. Davon ließ er sich jedoch nicht beirren: In der dritten Kampfminute setzte er sich mit einem O-Ochi-Gari durch und erzielte einen Ippon.
Damit fehlte nur noch ein Sieg für den Finaleinzug. Das Halbfinale entwickelte sich zu einem spannenden und hart umkämpften Duell, in dem Mutoshvili erst kurz vor Schluss mit Wazari die entscheidende Führung erzielte und sich das Finalticket sicherte.
Im letzten und entscheidenden Kampf zeigte sich die hohe Leistungsdichte der Gewichtsklasse deutlich. Dennoch gelang es Mutoshvili, sich zunächst mit Yuko vom brasilianischen Gegner abzusetzen. In der Schlussminute baute er seine Führung weiter aus und entschied den Finalkampf souverän für sich. Damit krönte er sich zum verdienten Sieger des Turniers und gewann die Goldmedaille.
Guter Start, frühes Aus für Paulus und Malczak
Jan Gero Paulus gewann seinen Auftaktkampf, musste sich anschließend jedoch dem Ungaren Nagy geschlagen geben. In der Trostrunde konnte er sich nicht mehr durchsetzen und schied aus dem Wettkampf aus. Auch Teamkollege Artur Kulsha schied frühzeitig aus, nachdem er seinen Auftaktkampf gegen einen rumänischen Gegner verlor.
Lara Malczak startete am Sonntag stark in ihren Wettkampf gegen eine Gegnerin aus der Slowakei. In Runde zwei verlor sie hauchdünn nach einem intensiven Kampf mit 2:3 Shido im Golden Score. Da ihre Gegnerin das Poolfinale verlor, endete Malczaks EC in Teplice ohne Platzierung – dennoch hinterließ sie einen sehr guten Eindruck auf internationaler Bühne.
Nächste Stationen: Berlin und Bundessichtungsturniere
Der nächste wichtige EC findet am 25. April in Berlin statt, bei dem auch mehrere NJV-Athlet*innen an den Start gehen werden. In der Vorbereitung soll bis dahin gezielt an der ein oder anderen Stellschraube gearbeitet werden, um erneut um die Podiumsplätze mitzukämpfen. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch das Camp in Teplice, bei dem sich die NJV-Judoka noch einmal mit der internationalen Konkurrenz messen können.
Vor dem Heim-EC in Berlin sind noch einmal die jüngeren Jahrgänge (U16) gefordert: Sie treten bei den Bundessichtungsturnieren in Düsseldorf und Duisburg an – wichtige Wettkämpfe, um sich auf nationalem Parkett zu behaupten.
Fotos: EJU / Vojtech Pazdera