In der Mongolei gingen Sarah Ischt (-48kg, VfL Wolfsburg) und BSP-Athletin Friederike Stolze (-63kg, SV Halle) an den Start. 236 Judoka, überwiegend aus den asiatischen Räumen, nutzten den Grand Slam um weitere Punkte für die Weltrangliste zu erkämpfen.
Am ersten Wettkampftag stellte sich unser Leichtgewicht Sarah Ischt ihren Gegnerinnen. Sie fand gut in den Wettkampf und konnte in Runde eins gegen die junge Mongolin Naranbayar Undrakhbayar früh mit Yuko in Führung gehen. Kurze Zeit später baute sie ihren Vorsprung weiter aus, setzte kurz vor Ablauf der Kampfzeit noch einen oben drauf und gewann im Bodenkampf. Im anschließenden Poolfinale konnte sie gegen die starke Japanerin Mitsuki Kondo – Goldmedaillengewinnerin vom Grand Slam in Paris 2025 – nicht mithalten, kämpfte sich in der Trostrunde dann aber mit einem Sieg gegen die Französin Anais Perrot bis ins kleine Finale durch. Hier stand sie erneut einer Lokalmatadorin gegenüber: Misheel Altanshagai. Hochkonzentriert begann Sarah Ischt den Kampf. Geprägt von einem harten Griff, Explosivität und Siegeswillen. Leider setzte sie eine unerlaubte Technik im Übergang zwischen Stand und Boden an, die mit einem Hansoku-make bestraft wurde. Den Sprung auf das Podium verpasste sie knapp, belegte aber einen guten 5. Platz.
Am zweiten Wettkampftag ging BSP-Athletin Friederike Stolze (-63kg, SV Halle) an den Start. Im ersten Kampf setzte sie sich souverän gegen die Korenanerin Juyeon Lee durch. Und auch in Runde zwei machte sie kurzen Prozess und siegte bereits nach eineinhalb Minuten gegen Nina Simic (Kroatien). Mit diesen beiden Siegen marschierte sie ins Halbfinale, wo sie nach einem ausgeglichen Kampf von der Mongolin Gankhaich Bold, die in diesem Jahr die Bronzemedaille bei der WM erkämpfte, im Golden Score gestoppt wurde. Im Kampf um Platz drei ging Friederike Stolze gegen Gaetane Deberdt (Frankreich) zunächst mit Wazari für einen Gegendreher in Führung, geriet anschließend in einen Haltegriff, aus dem sie sich nicht mehr befreien konnte. Auch sie schrammte ganz knapp an einer Medaille vorbei und belegt am Ende des Wettkampfes einen starken 5. Platz.