Hochschulmeisterschaft 2025: Ilias Küster triumphiert mit Gold

Bei den diesjährigen Hochschulmeisterschaften in Passau sicherte sich der NJV mit Ilias Küster die Goldmedaille und holte insgesamt Sechs Silber- und vier Bronzemedaillen sowie sechs Anschlussplatzierungen.

Foto: Sportfotos24 / Thomas Wetzel

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Am Samstag starteten zahlreiche NJV-Athlet*innen im Einzelwettkampf der Deutschen Hochschulmeisterschaft (DHM) in Passau. Insgesamt traten 106 Studentinnen und 205 Studenten an, um sich einen der begehrten Podestplätze und damit die Qualifikation für die Deutsche Einzelmeisterschaft 2026 (Männer/Frauen) zu sichern. Für zusätzliche Spannung sorgte die Tatsache, dass sich die Erst- und Zweitplatzierten zugleich für die European University Combat Championships (EUC) 2026 in Tirana (Albanien) qualifizieren konnten. Der Wettkampf zog nicht nur die besten Studierenden des Landes an, sondern bot auch spannende Einblicke in die emotionalen Höhepunkte des Judosports. Kampfrichter Dennis Herpel und Christian Jelinsky durften an diesem besonderen Wettkampfwochenende schiedsen. 

Ilias Küster: Ein neuer Goldheld im Judo
Die große Überraschung des Tages war der 20-jährige Ilias Küster  von der Polizeiakademie Niedersachsen, der sich in der Gewichtsklasse bis 100 kg mit einer souveränen Leistung den ersten Platz sicherte. Nach drei überzeugenden Siegen marschierte Küster ins Finale, wo er auf Finn Moritz Augustin traf. Der Rostocker hatte im Vorjahr noch das Finale verloren und brannte nun für den Titel. Doch Küster zeigte von Anfang an seine Dominanz und gewann mit einem Haltegriff sein erstes DHM-Finale. Das Ticket für die EUC 2026 in Tirana war ihm damit sicher.

Knapp daneben: Fünf Mal Silber
Fünf weitere Athlet*innen des NJV lieferten ebenfalls beeindruckende Leistungen, verpassten jedoch knapp die Goldmedaille. Janine Hardenberg (-52 kg, Polizeiakademie Niedersachsen) dominierte zwar mit einem starken Griffkampf ihre Gegnerin, doch ein unerwarteter Konter von Karina Sydykova beendete den Kampf vorzeitig. Direkt danach trat Liam Hermann (-66 kg, MH Hannover) zum Finalkampf auf die Matte. Seine Nervenstärke hatte er bereits im Halbfinale gegen Victor Becker bewiesen, das er erst nach mehreren Minuten im Golden Score für sich entscheiden konnte. Auch im Finale entwickelte sich zusammen mit Florian Böcker (FernUni Hagen) ein spannungsgeladener Schlagabtausch. Erneut ging der Kampf in die Verlängerung, doch diesmal gelang es  Hermann nicht zu punkten, sodass er sich schließlich mit der Silbermedaille zufrieden geben musste.

In der Gewichtsklasse bis 73 kg stand BSP-Athlet Viktor Wandtke (Uni Hannover) im Finale Nouri Günther gegenüber. Nach einem ausgeglichenen Kampf gelang Günther die Führung. Bis zum Schluss setzte Viktor Wandtke alles daran, den Rückstand aufzuholen und ging voll in die Offensive. Doch diesen Moment nutzte Günther aus und entschied den Kampf schließlich mit Ippon für sich. Auch Pascal Bruckmann (-81 kg, Uni Göttingen) konnte sich in seinem Finale gegen Maxim Walsch (Esslingen) nicht durchsetzen.
Den Abschluss der Finalrunde machte Schwergewichtler Sebastian Wendt (Uni Hannover), der auf den amtierenden Deutschen Hochschulmeister Michael Weber (Uni Duisburg-Essen) traf. Nach starken Ansätzen auf beiden Seiten musste sich auch Sebastian Wendt im letzten Finalkampf des Tages geschlagen geben.

Auch wenn es nicht ganz für Gold reichte, erkämpften sich alle fünf Judoka Silber und lösten damit ihre Tickets für die EUSA 2026 und die DEM 2026.

Dreimal Bronze für den NJV im Einzelwettkampf
Neben den Silbermedaillen gab es im Einzelwettkampf auch drei Bronzemedaillen. Sophie Scharnberg (-57kg, Polizeiakademie Niedersachsen), Rabea Hohmann (-63kg, TiHo Hannover) und Gerrit Noack (-81kg, HS Hannover) qualifizierten sich mit ihren Podestplätzen ebenfalls für die Deutsche Einzelmeisterschaft 2026.

Knapp am Podium vorbei: Starke Anschlussplatzierungen
Einige Athlet*innen schrammten nur knapp am Podium vorbei, darunter Cornelius Rathgen (+100 kg, TU Braunschweig), der in einem spannenden Kampf Platz 5 belegte. Die Plätze sieben gingen an Jara Prestin (-70 kg, Polizeiakademie Niedersachsen), Felix Fritz (-60 kg, Uni Göttingen), Christian Gnegel und Lucas Gerlach (beide -66kg, Uni Hannover) sowie Sebastian Hofäcker (-81kg, Uni Hannover). Trotz des verpassten Podiums zeigten alle Judoka gute sportliche Leistungen und sammelten viele Erfahrungen.

Mixed-Team-Wettbewerb: Ein spannendes Finale
Am zweiten Wettkampftag war der Mixed-Team-Wettbewerb der Höhepunkt. Unter den 18 Teams kämpften auch zwei Teams aus Hannover und ein Team aus Braunschweig um das begehrte EUSA-Ticket. Das Team Hannover 1 zog mit vier Siegen ins Finale ein und traf dort auf die WG Köln, die im Vorjahr knapp gescheitert war und in diesem Jahr den Titel unbedingt zurückholen wollte. Nach einem packenden Finale setzte sich Köln mit 4:2 durch und sicherte sich den Sieg.

Das Braunschweiger Team kämpfte sich nach einer Niederlage gegen die WG Köln in der anschließenden Trostrunde durch und sicherte sich am Ende Bronze.

Das zweite Team aus Hannover verpasste leider die Endrundenkämpfe und schied vorzeitig aus.

Newcomer-Cup: Der Einstieg in die Hochschul-Welt
Im Newcomer-Cup traten Studierende, die maximal den 3. Kyu haben, an, um erste Erfahrungen im Wettkampfgeschehen zu sammeln. Dabei stand nicht nur die Leistung, sondern vor allem der Spaß am Judo und das Hineinschnuppern in die Hochschulsport-Welt im Vordergrund. Das Team Hannover zeigte engagierte Kämpfe, musste sich jedoch nach zwei Niederlagen und einem Sieg vorzeitig aus dem Wettbewerb verabschieden.

Fazit
Mit einer Goldmedaille, sechs Silbermedaillen, vier Bronzemedaillen und mehreren Anschlussplatzierungen kann der NJV auf ein erfolgreiches Wochenende zurückblicken. Die qualifizierten Athlet*innen freuen sich auf die kommende Saison und vor allem auf die EUC 2026 in Tirana, wo sie ihr Können auf internationaler Bühne unter Beweis stellen dürfen. Im nächsten Jahr heißt es wieder: DHM 2026 – wer wird der*die neue Hochschulmeister*in?