Im belgischen Louvain-la-Neuve traten am vergangenen Wochenende insgesamt 106 Paare in elf unterschiedlichen Kataformen und drei Altersklassen an: Senioren, Junioren und Cadetten.
Vom vierten Platz zum Sieg
Die beiden jungen Judoka Buchholz und Degener starteten in ihrer Paradedisziplin, der Nage No Kata der Junioren. Anders als im vergangenen Jahr wurde auch bei einer Gruppe von sechs Paaren bereits eine Vorrunde ausgetragen, bevor anschließend das Finale folgte. Nach der Vorrunde lagen Buchholz und Degener mit 361 Punkten zunächst auf Rang 4.
In der Finalrunde mit denselben sechs Paaren konnten sie ihre Leistung noch einmal steigern. Für ihre von großer Präzision geprägten Kata erhielten sie 368,5 Punkte. Mit diesem Punktesprung schoben sie sich auf Rang eins und sicherten sich damit verdient die Goldmedaille.
Jeromin und Etter unter den Top fünf
Während Carolin Charina Jeromin und ihr Partner Martin Etter beim Saisonauftakt in Spanien in der Katame No Kata noch Gold geholt hatten, blieb ihnen an diesem Tag eine weitere Medaille verwehrt. In einem starken Teilnehmerfeld, in dem auch Weltmeister und Vizeweltmeister antraten, gingen die beiden als Außenseiter ins Rennen. Von Beginn an war für sie klar: Der Einzug ins Finale wäre bereits ein großer Erfolg und würde ihre Qualität unterstreichen.
Als Zweite der Vorrunde gelang ihnen mit 376,5 Punkten der Einzug in das hart umkämpfte Finale, in dem sie nun auf die Crème de la Crème der internationalen Kata-Szene trafen. Jeweils die Top 3 beider Vorrundenpools trafen nun aufeinander. Mit 382 Punkten reichte es am Ende zwar nicht für das Podium, jedoch für einen starken fünften Platz.
Sonja Schacht und Bennet Brandes (Senioren) verpassten in der Nage No Kata mit Platz vier in ihrem Vorrundenpool nur knapp den Einzug ins Finale.
In der Nationenwertung belegte Deutschland Rang drei.
Fotos: Carolin Charina Jeromin