Tag 3: Zeitreisen und Beweisfotos
Der 3. Tag der Sommerschule stand im Zeichen der letzten 30 Jahre. Im Anschluss an Frühstück und Frühsport gab sich erneut Udo Quellmalz die Ehre. Nach dem Gewinn der olympischen Goldmedaille vor 30 Jahren durfte er nun endlich seine Tipps und Taktiken verraten. Daher stand der Vormittag im Zeichen von Griffkampf und Kontrolle. Dominanz in der Griffaufnahme und entsprechend passende Folgetechniken bildeten eine Einheit. Erneut gab es viele Geschichten auch wieder belegt mit zahlreichen Videobeweisen. Als Fotobeweis für die Nachwelt wurde dann auch gleich das jährliche "Familienfoto" von unserem Sommerschul-Kamerakind Udo Möbus mit allen Teilnehmenden geschossen.
Nach dem Mittagessen in der Akademie ging es mit NJV Lehrreferent Marcus Thom auf Sommerschul-Zeitreise. Als einziger Zeitzeuge aller 30 Sommerschulen seit 1996 war es nun an ihm die Zeitreise anzuleiten. Aus dem NJV Märchenbuch präsentierte er einen bunten Mix aus Taktiken, Übungsformen und Techniken der ersten fünf Anfangsjahre unseres jährlichen Breitensporthöhepunktes.
Wer im weiteren Verlauf des Tages nicht für seine Prüfungen üben wollte, der hatte jeweils die Gelegenheit bei besonderen Referent*innen zu trainieren. Nachmittags war dies der Trainer des VfL Wolfsburg, Danny Karolek. Er ließ die Gruppe im Boden an Kontertechniken arbeiten. Befreiung aus Haltegriffen, sowie Hebel und Würger.
Abends übernahm dann Maximilian Hoffmann nun statt Früh- den Abendsport. Auch hier ging es in die Bodenlage. Sankaku aus der Rückenlage und gegen die Bank wurden zuerst fleißig geübt bevor sie dann noch im Randori ausprobiert wurden.
Tag 4: Das Judo ABC - Ashi waza, Bratwurst und Cross Grip
Der Donnerstag startete wieder mit Frühsport bei Nils Bentgerodt. Die letzten noch fehlenden Elemente für den Erwerb des Judosportabzeichens wurden erarbeitet und später am Nachmittag final abgenommen. Danach ging es über Kreuz weiter. Daniel Deppe, Trainer im NJV-Lehrteam, demonstrierte nach einigen Kampfspielchen aus dem Cross Grip eine Vielzahl an Techniken. Ob nach vorne mit Sumi gaeshi oder hinten mit Ko uchi, ein umfangreicher Handlungskomplex wurde von Daniel präsentiert. In Erinnerung wird sicher auch die musikgesteuerte Motivation bleiben.
Nach der Mittagspause hieß es ein letztes Mal Training bei Udo Quellmalz. Tandoku renshu und Uchi komi zu Fußtechniken wurden wieder von Erinnerungen, Erzählungen und durch ausgewählte Videosequenzen unterstützt.
Während des 2. Teils des Nachmittags wurden alle Abschlüsse angestrebt: Die JudoSportAbzeichen wurden finalisiert, die letzten Module für die nächsten Gürtelprüfungen abgenommen und wer tatsächlich immer noch Energie hatte konnte sich beim Randori messen. Zum Ende waren alle mit ihren erreichten Ergebnissen doch sehr zufrieden.
So konnte es in den Grillabend gehen. Auf der Terasse der Sportakademie trafen sich alle fast 80 Teilnehmenden für einen gemütlichen Abend. Breitensportreferent Jens Wendtland nutzte dann die Gelegenheit, um ein wenig offizielle Worte zu verlieren. Zahlreiche NJV Funktionäre waren ohnehin vor Ort, doch zwei besondere Gäste galt es extra zu begrüßen. Martin Frey, Behindertensportreferent und Sohn des JuSoSchu-Miterfinders Rolf Dieter Frey (samt Judonachwuchs), und Dr. Mathias Scheller, der 1996 Mitorganisator der allerersten Sommerschule in Clausthal Zellerfeld war. So schwelgten dann doch einige in Erinnerungen und der Rest verbrachte einen netten Abend im Kreise vieler netter Judofreunde.
Text: Marcus Thom
Redaktionelle Anpassungen: NJV
Fotos: Udo Möbus