Am 16. Und 17. Mai stand das Highlight des Kata-Sports auf dem Programm: In der Hauptstadt Bosnien-Herzegowinas, die im September erneut Austragungsort der Veteranen-Weltmeisterschaft sowie Kata-Weltmeisterschaft sein wird, knüpften die deutschen Kata-Sportler*innen an ihre starken Leistungen der vergangenen Monate an. Insgesamt gingen 208 Paare aus 27 Nationen an den Start.
Gleich drei NJV-Kata-Paare traten in unterschiedlichen Altersklassen und Kata-Formen gegen Europas beste Kata-Judoka an. Bei den Junioren präsentierten Jette Buchholz und Laurenz Degener (HSV Stöckte) die Nage No Kata. Ebenfalls in dieser Kata gingen bei den Senioren Sonja Schacht und Bennet Brandes (JC Peine) auf die Matte. In der Katame No Kata zeigten Carolin Charina Jeromin und Martin Etter (HSV Stöckte) ihr Können.
Buchholz und Degener holen EM-Silber
Besonders erfolgreich verlief der Wettkampftag für Buchholz und Degener, die als jüngstes Kata-Paar des NJV-Teams ihre dritte Europameisterschaft bestritten. In einem Teilnehmerfeld von 21 Paaren präsentierten sie bereits in der Vorrunde eine starke Nage No Kata und erhielten dafür 362,5 Punkte. Mit dieser Wertung qualifizierten sie sich für das Finale, in dem die besten neun Paare erneut auf die Tatami gingen.
Als achtes Paar betraten sie im Finale die Mattenfläche und steigerten sich im Vergleich zur Vorrunde noch einmal deutlich. Die Wertungsrichter vergaben diesmal 371,5 Punkte. Mit dieser Punktzahl schoben sich auf Rang zwei vor. Da nach ihnen nur noch ein Paar auf die Tatami ging, stand bereits fest: Buchholz und Degener würden mit einer Medaille im Gepäck nach Hause reisen. Die einzige offene Frage lautete nun: Würde es bei Silber bleiben?
Das abschließende Paar aus Tschechien zeigte ebenfalls eine starke Vorstellung, konnte jedoch nicht mehr an die Wertung des deutschen Duos herankommen. Damit stand fest: Der Vize-Europameistertitel geht an Buchholz und Degener!
Finaleinzug für die Senioren
Auch für Schacht und Brandes vom JC Peine begann der Wettkampf vielversprechend. Mit 376,5 Punkten belegten sie in ihrer Vorrundengruppe Rang drei und qualifizierten sich damit für das Finale am ersten Wettkampftag. Insgesamt gingen in der Nage No Kata 31 Paare an den Start – damit war sie die teilnehmerstärkste Kata des Turniers.
Im Finale steigerten sich die beiden nochmals deutlich und verbesserten ihre Wertung auf 385,5 Punkte. Damit verpassten sie die Bronzemedaille nur knapp um sechs Punkte. Bronze sicherten sich Immo und Hendrik Schmidt für Deutschland.
Auch Jeromin und Etter vom HSV Stöckte erwischten einen starken Auftakt. Mit ebenfalls 376,5 Punkten zogen sie als Gruppenzweite in die Finalrunde der Katame No Kata ein und erreichten damit bereits ihr großes Ziel für diese Europameisterschaft.
Im Finale wartete allerdings hochkarätige Konkurrenz. Besonders die späteren Europameister Fregnan und Corcinoni aus Italien hatten bereits im Vorlauf mit 391,5 Punkten die Tagesbestwertung aller 22 Paare erzielt. Als neuntes Paar betraten Jeromin und Etter die Matte. Für eine Medaille wären zu diesem Zeitpunkt mindestens 383 Punkte nötig gewesen. Trotz einer engagierten Vorstellung reichte es nicht ganz für die Spitzenplätze. Bei ihrer dritten Europameisterschaft belegten sie am Ende einen starken neunten Platz.
Mit den starken Ergebnissen im Rücken richtet sich der Blick nun bereits auf die kommenden internationalen Wettkämpfe nach der Sommerpause.
Fotos: EJU / Carlos Ferreira