Malczak und Kemme holen U18-DM-Titel

Großer Erfolg für den Niedersächsischen Judo-Verband bei den Deutschen Einzelmeisterschaften der U18: Lara Malczak (-70 kg) und Hanna Kemme (-78 kg) sicherten sich jeweils den Titel, während Jan Gero Paulus eine Bronzemedaille erkämpfte.

Foto: Hannes Schneider

Foto: Mia Holz

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Insgesamt 16 Mädchen und 13 Jungen des NJV hatten sich zuvor bei den Norddeutschen Einzelmeisterschaften für den nationalen Saisonhöhepunkt qualifiziert. Bei der DEM am Wochenende trafen die besten Nachwuchsathlet*innen Deutschlands aufeinander.

Den Auftakt machten am ersten Wettkampftag die Jungen: Jan Gero Paulus (bis 66 kg, VfL Grasdorf) kämpfte sich mit einem Freilos und zwei überzeugenden Siegen bis ins Halbfinale vor. Dort traf er auf den späteren Deutschen Meister Rostyslav Atamaniuk aus Hamburg. Nach einem spannenden und engen Duell musste sich Paulus geschlagen geben, ließ sich davon jedoch nicht beirren und sicherte sich im anschließenden Bronzekampf souverän die Medaille. Es blieb zugleich die einzige NJV-Medaille des ersten Wettkampftages.

Auch Dmytro Gromyk (bis 60 kg, VfL Grasdorf) präsentierte sich stark. Als Poolsieger erreichte er das Halbfinale, musste sich dort jedoch dem späteren Turniersieger aus Berlin geschlagen geben. Im kleinen Finale unterlag er denkbar knapp und belegte einen starken fünften Platz.

Mukhamed Mutoshvili (bis 60 kg, ASC Göttingen) erkämpfte sich mit vier Siegen und nur einer Niederlage einen guten siebten Platz.

Doppelsieg für Niedersachsen

Am zweiten Wettkampftag setzten die NJV-Athletinnen ein deutliches Ausrufezeichen. Lara Malczak (bis 70 kg, Braunschweiger JC) dominierte ihre Kämpfe und zog mit souveränen Siegen ins Finale ein. Dort besiegte sie die Potsdamerin Amelie Pilz mit einem perfekt angesetzten Tai-otoshi und sicherte sich damit den Deutschen Meistertitel.

Auch Hanna Kemme (bis 78 kg, Crocodiles Osnabrück) überzeugte mit starken Auftritten. Mit technischem Können, Kampfgeist und hervorragendem Judogefühl kämpfte sie sich bis ins Finale vor. Dort entschied sie den Kampf mit einem spektakulären Uchi-mata gegen Arlette Pfister aus der Pfalz für sich und krönte sich ebenfalls zur Deutschen Meisterin 2026.

Knapp am Podium vorbei schrammten Erica Bekoe (über 78 kg, ASC Göttingen) und Lia-Saphira Voigt (über 78 kg, MTV Isenbüttel). Nach Niederlagen im Poolfinale kämpften sich beide über die Trostrunde bis in den Bronzekampf vor. Am Ende belegten sie jeweils einen starken fünften Platz.

Einen siebten Platz sicherte sich zudem Leni Göckeritz (bis 52 kg, VfL Grasdorf), die vier ihrer sechs Kämpfe für sich entscheiden konnte.

Für die übrigen NJV-Starter*innen reichte es diesmal nicht für die Endrunde. Die nächsten Wettkämpfe stehen bereits vor der Tür: Im März geht es unter anderem beim internationalen Turnier in Bad Blankenburg weiter.