Beim Internationalen Thüringenpokal gingen insgesamt 379 Judoka der weiblichen U18 und U21 aus 14 Nationen an den Start. Neben zahlreichen europäischen Ländern waren unter anderem auch Teams aus Brasilien, Kanada und Aserbaidschan vertreten. Das hochkarätig besetzte Turnier bot den Athletinnen des NJV eine ideale Plattform, sich international zu messen.
Viermal Edelmetall
Für das beste Ergebnis sorgte Emily Plich in der U21 bis 48 Kilogramm. Mit drei souveränen Siegen gegen zwei Gegnerinnen aus Großbritannien und der Schweiz kämpfte sie sich bis ins Finale vor. Dort musste sie sich lediglich der starken Brasilianerin Mendes geschlagen geben und gewann verdient die Silbermedaille.
Drei weitere NJV-Athletinnen erkämpften sich Bronze: In der U18 bis 70 Kilogramm zeigte Lara Malczak großen Kampfgeist. Nach einem Freilos und einer Auftaktniederlage gegen eine niederländische Gegnerin kämpfte sie sich mit drei Siegen durch die Trostrunde bis ins kleine Finale vor. Dort setzte sie sich erfolgreich durch und sicherte sich Bronze. Auch Hanna Kemme (+70 kg, U18) startete nach einem Freilos mit einer Niederlage, bewies jedoch mentale Stärke und kämpfte sich in der Trostrunde zurück. Mit einem Sieg gegen die Niederlande errang sie ebenfalls Bronze.
In der U21 überzeugte Zyna Schreiber (-78 kg). Nach zwei Siegen gegen die Niederlande erreichte sie das Halbfinale, in dem sie der Brasilianerin Camillo unterlag. Im Kampf um Bronze behielt sie jedoch die Oberhand gegen die Deutsche, Franziska Galla, und gewann ebenfalls Bronze.
Knapp am Triumph vorbei
Knapp an den Medaillenrängen vorbei schrammten Julia Schwarzenberg (-63 kg, U18) und Skadi Koster (-57 kg, U21). Julia Schwarzenberg erreichte nach einem Freilos und zwei Siegen das Poolfinale, musste sich dort jedoch der deutschen Meisterin der U18 und U21, Jolina Reinold, geschlagen geben. Eine weitere Niederlage in der Trostrunde gegen eine brasilianische Gegnerin bedeutete Rang sieben.
Auch Skadi Koster zeigte eine starke Leistung: Nach einem Freilos und einem Auftaktsieg stand sie im Poolfinale gegen die spätere Turniersiegerin aus Brasilien, Menezes. In der Trostrunde gewann sie noch einen Kampf, bevor sie gegen die Schwedin Babulfath ausschied. Damit erkämpfte sie sich ebenfalls einen 7. Platz.
Für die jüngsten NJV-Starterinnen der U18 – Jule Doll (-52 kg), Frieda Wamhof (-57 kg) und Jette Bartels (-70kg) – stand vor allem das Sammeln internationaler Erfahrung im Vordergrund. Gegen die starke Konkurrenz konnten sie sich zwar in diesem Jahr noch nicht durchsetzen, erfüllten jedoch die gesteckten Ziele durch engagierte Auftritte.
Im Vergleich zum Vorjahr konnte sich der NJV insgesamt steigern. Trainer Hannes Schneider und Raik Schilbach zeigten sich entsprechend zufrieden mit den Leistungen ihrer Athletinnen.
Beim anschließenden Trainingscamp haben die NJV-Athletinnen zudem die Möglichkeit, in vier intensiven Einheiten weitere wertvolle Erfahrungen zu sammeln. In zahlreichen Randoris treffen sie erneut auf internationale Gegnerinnen unter anderem aus Aserbaidschan, Brasilien, den Niederlanden sowie aus Großbritannien und Belgien.