NJV-Duos bestätigen ihre EM-Ambitionen

Nach Stationen in Spanien und Belgien fand am Samstag der zweite Wettkampf der EJU Kata-Tour in Polen statt. Mit Platz zwei und Rang fünf bestätigten die Athlet*innen des NJV erneut ihr Potenzial.

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Radom (Polen) war der letzte Stopp vor den Europameisterschaften: Viele Nationen nutzten am 28. März noch einmal die Gelegenheit, sich für die diesjährige EM zu empfehlen. Insgesamt gingen 77 Teams aus 13 Nationen an den Start. Für den NJV starteten Carolin Charina Jeromin und Martin Etter sowie Jette Buchholz und Laurenz Degener (alle vom HSV Stöckte).

Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl wurde der Wettkampfmodus kurzfristig angepasst: In Kataformen mit sechs oder weniger Teams gab es – anders als üblich – keine Vorrunde, sondern nur ein direktes Finale. Das bedeutete von Beginn an volle Konzentration und höchste Präzision, da Fehler kaum zu kompensieren waren.

Starker Auftritt von Jeromin und Etter
Carolin Charina und Martin Etter gingen wie gewohnt in der Katame-no-kata an den Start. Die internationale Konkurrenz war hier sowohl qualitativ als auch quantitativ stark besetzt – allein aus Italien traten fünf leistungsstarke Teams in dieser Kataform an.

Als erstes deutsches Duo zeigten die beiden in der Vorrunde eine beeindruckende Leistung und sicherten sich mit 373 Punkten den Poolsieg. Dabei ließen sie sogar ehemalige U23-Weltmeister hinter sich. Im Finale, in dem sie als erstes Paar auf die Matte gingen, präsentierten sie erneut eine starke Kata. „Wir hatten wirklich ein gutes Gefühl gehabt“, sagt Jeromin im Nachgang. Mit 375,5 Punkten steigerten sie zwar ihre Vorrundenleistung, verpassten jedoch knapp eine Wiederholung ihres Vorjahreserfolgs und belegten am Ende Rang fünf.

Erneute Medaille für Buchholz und Degener
Jette Buchholz und Laurenz Degener starteten aufgrund des angepassten Modus direkt im Finale der Nage-no-kata. Als zweites Paar betraten sie die Matte. Im Vergleich zu ihren Teamkolleg*innen waren sie mit ihrer eigenen Leistung zunächst nicht ganz zufrieden, da sie nicht die gewohnte Präzision abrufen konnten.

Dennoch reichten 325 Punkte – trotz einer niedrigeren Wertung als bei ihrem Gold-Erfolg wenige Wochen zuvor – für die Silbermedaille.

Mit ihren starken Leistungen haben sich beide NJV-Duos eine gute Ausgangsposition erarbeitet, um vom Deutschen Judo-Bund für die Kata-Europameisterschaften am 16. und 17. Mai in Sarajevo (Bosnien und Herzegowina) nominiert zu werden.