Wer kann sich in der männlichen U21 bei den Deutschen Meisterschaften durchsetzen? Mit einem Großaufgebot von 25 Kämpfern ist der NJV in Frankfurt/Oder vertreten. 2014 konnte 1x Gold, 1x Silber und 3x Bronze für den niedersächsischen Landesverband gewonnen werden. Dazu gab es mit 3 fünften Plätzen und 2 siebten Plätzen weitere gute Ergebnisse. Auch in diesem Jahr hat der NJV einige heiße Eisen im Feuer – nicht nur die zur DEM gesetzten Athleten Tim Gramkow (Crocodiles Hildesheim) und Lukas Rollwage (Judo in Holle) dürften eine Medaille im Visier haben.
In der Gewichtsklasse bis 55 Kilogramm qualifizierte sich Giulian Greco für die Titelkämpfe. Der Starter vom MTV Vorsfelde trug in der vergangenen Saison wichtige Punkte zum Aufstieg seiner Bundesligamannschaft, Judo in Holle, in das Oberhaus bei. 2014 konnte er sich bei der DEM U21 im Limit bis 60 Kilogramm auf Rang 7 platzieren. Als Marschroute für seine letzte Deutsche Meisterschaft in der Juniorenaltersklasse gibt er „alles geben, Kampf für Kampf absolvieren und das bestmögliche Ergebnis erzielen“ aus. Für Tjado Ganders vom Polizeisportverein Oldenburg ist es der zweite nationale Einsatz innerhalb einer Woche: In der gleichen Gewichtsklasse war er schon in Herne bei der DEM U18 am Start. Dort unterlag er in der zweiten Runde dem späteren Bronzemedaillengewinner Fabian Görner aus Hessen.
Mit Till Warnke (Judo-Team Hannover), Felix Edling (Crocodiles Osnabrück) und Felix Thormann (Polizeisportverein Oldenburg) ist die Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm aus niedersächsischer Sicht exzellent besetzt. Als Sieger der Gruppenmeisterschaften kann Warnke dabei selbstbewusst in Frankfurt/Oder an den Start gehen. Im Finale der NDEM besiegte er den dort noch Grippe geschwächten Felix Edling. Auf Landesebene hatte es noch anders ausgesehen: Dort behielt der Osnabrücker über den Hannoveraner in Runde 2 die Oberhand. Beide Kämpfer nahmen in den vergangenen Jahren erfolgreich an einer Vielzahl nationaler und internationaler Turniere teil. Felix Thormann löste mit dritten Plätzen bei den Qualifikationswettbewerben zum wiederholten Mal die Fahrkarte zu DJB-Titelkämpfen. Als Nachrücker bekommt auch Lennart Scharff (KS Lüneburg) die Gelegenheit, sich bei der DEM zu präsentieren.
Sehr gut vertreten ist der NJV auch in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm. Den NDEM-Titel und somit die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften sicherte sich Christian Dill (Crocodiles Osnabrück). Er gewann sein Finale gegen den Hamburger Jonas Bogon, welcher zuvor die weiteren niedersächsischen DEM-Starter Maik Dittrich (Judo-Team Hannover) und Leonard Käufler (Crocodiles Osnabrück) bezwingen konnte. Beide NJV-Athleten konnten sich mit guten Kämpfen in der Trostrunde schließlich Platz 3 sichern. Sowohl für den U18-Europameisterschaftsteilnehmer Dittrich, der 2014 die DEM U18 gewann, als auch für die beiden Osnabrücker ist es das erste Jahr in der U21.
Das Limit bis 73 Kilogramm wurde in diesem Jahr auf Gruppenebene durch das Judo-Team Hannover dominiert. Für den Trägerverein des Olympiastützpunktes Hannover starten Jan-Hendrik Köhler, Artem Fetter und Henrik Berning bei der DEM. Köhler, im letzten Jahr überraschend Deutscher Pokalsieger im Erwachsenenbereich geworden, kämpfte sich mit vier Siegen bis in das Finale vor. Dort musste er sich Marvin Agarius (Hamburger Turnerschaft von 1816) geschlagen geben. Fetter, der schon im Halbfinale dem Hamburger den Vortritt lassen musste, erreichte mit einem Sieg im kleinen Finale gegen den Bremer Dmitrij Kremnew Platz 3. Diesen belegte auch Henrik Berning. Im Kampf um Platz 3 setzte er sich gegen Mergim Alimusaj aus Bremen durch.
Henrik Schreiber (Crocodiles Osnabrück), Sven Gärtner (Crocodiles Hildesheim) und Simon Bettin (VfL Germania Leer) qualifizierten sich in der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm für die nationalen Titelkämpfe. Henrik Schreiber verlor bei den letztjährigen Deutschen Meisterschaften lediglich im Halbfinale gegen den Württemberger Sandro Makatsaria – dieser Kämpfer holte 2014 als Mitglied des Juniorennationalteams bei den Europameisterschaften in Athen Bronze – und landete auf Platz 3. Der Osnabrücker tritt als Sieger der NDEM den Weg nach Frankfurt/Oder an. Er besiegte im rein niedersächsischen Finale Sven Gärtner. Der Hildesheimer Gärtner konnte sich unter anderem 2013 über den dritten Platz bei der DEM U18 freuen. Simon Bettin sicherte sich in seinem ersten Jahr in der U21 nach seiner Halbfinalniederlage gegen den späteren Sieger Schreiber über die Trostrunde Bronze. Der amtierende U18-Vize-Europameister Tim Gramkow (Crocodiles Hildesheim) wird zusätzlich zu den drei Qualifizierten als gesetzter Athlet die Medaillenränge in dieser Gewichtsklasse angreifen.
In der Gewichtsklasse bis 90 Kilogramm ruhen die NJV-Hoffnungen auf Björn Griemsmann (SC Hemmoor) und Jan Weber (Judo-Team Hannover). Wie Tim Gramkow und Maik Dittrich startet letztgenannter seit diesem Jahr in der U21. Zur Ein- und Umstellung auf seine neue Altersklasse besuchten die drei Athleten Trainingscamps mit der deutschen U21-Nationalmannschaft und starteten bei nationalen Ranglistenturnieren. Webers Platzierungen bei diesen Veranstaltungen und die weitgehend souverän erkämpften Vizetitel auf Landes- und Gruppenebene – im Finale verlor er jeweils gegen Björn Griemsmann – zeigen, dass am Wochenende mit ihm zu rechnen ist. Dies gilt auch für den Hemmoorer Griemsmann, der seit 2012 in jedem Jahr an Deutschen Meisterschaften teilgenommen hat.
Im Limit bis 100 Kilogramm richten sich die Augen insbesondere auf den Bundesligakämpfer Maximilian Schrader (Judo in Holle). Der 20-jährige setzte sich bei den Qualifikationsveranstaltungen souverän gegen seine Konkurrenten durch und hofft, in seinem letzten Juniorenjahr nach Platz 5 im Vorjahr die Medaillenplätze erreichen zu können. Weitere NJV-Starter sind Stephan Tönjes (Rot-Weiß-Visbek) und Marvin Medrow (PSV Georgsmarienhütte).
Mit Christoph Verch qualifizierte sich ein weiterer Judoka vom PSV Georgsmarienhütte für die DEM. Im Schwergewicht belegte er mit zwei Siegen bei der NDEM den dritten Platz. Sebastian Wendt erreichte dort den zweiten Platz. Der Athlet vom SV Nienhagen musste sich nur dem Vorsfelder Marc-Alexander Fitzlaff geschlagen geben. Auch Gruppenmeister Fitzlaff wird alles daran setzen, in seinem letzten Jahr in der U21 noch einmal eine Medaille zu gewinnen. Als Titelfavorit geht der gesetzte Bundeskaderathlet Lukas Rollwage in Frankfurt/Oder an den Start.
Allen Aktiven, ihren Trainern und weiteren Beteiligten viel Erfolg!
Bericht: NJV-Medienteam (Christian Jelinsky)
Foto: VfL Suderburg Judo
NJV-Großaufgebot bei nationalen Titelkämpfen der U21m in Frankfurt/Oder am Start