NJV-Verbandstag 2021

Premiere: Das erste Mal in der Verbandsgeschichte fand der Verbandstag coronabedingt in digiatler Form statt.

Die Vorstandsmitglieder Rolf-Dieter Frey, Julian Jelinsky, Egbert von Horn, Stephan Wellnitz und Sven Loll (v.r) nutzten die weitläufigen Räumlichkeiten der Akademie des Sports.

Der NJV feierte am Sonntag eine erfolgreiche Premiere: Das erste Mal in der 66-jährigen Geschichte des Verbandes begrüßte Präsident Egbert von Horn die Delegierten und Gäste nicht wie gewohnt in Präsenz, sondern über digitale Wege via Zoom zum Verbandstag des Niedersächsischen Judo-Verbands. Lediglich das Präsidium und die Mitarbeitenden der Geschäftsstelle fanden sich im Toto-Lotto-Saal der Akademie des Sports in Hannover ein, alle anderen nahmen aus Infektionsschutzgründen von zuhause aus teil.

Möglich machte die hybride Veranstaltung insbesondere der Support von Judoka und Unternehmer Leon Petzold, der den ersten Online-Verbandstag durch seine technische Ausrüstung und sein umfassendes Knowhow unterstützte. Neben Leon Petzold galt der Dank an diesem Tag außerdem Simon Sendler, der den Verbandstag mit dem Abstimmungstool votesUp! – eine für Online-Veranstaltungen konzipierte Plattform, um digitale Abstimmungen durchzuführen – begleitete. Für die Rechtssicherheit sorgte Rechtsanwalt Christian Goergens, der der Mitgliederversammlung beratend zur Seite stand. Als Ehrengast bereicherte zudem Reiner Sonntag, Vorsitzender der Sportjugend Niedersachsen, mit einem Grußwort die Versammlung.

Obwohl sich der NJV mit der Durchführung eines digitalen Verbandstages auf Neuland begab, zogen die Verantwortlichen nach Schließung der Sitzung um 16 Uhr ein positives Fazit. Zwar dauerte die Tagung mit knapp sechs Stunden vor allem aufgrund des Technik-Checks zu Beginn und der Dauer der einzelnen Abstimmungen insgesamt etwas länger als gewohnt, trotzdem scheinen hybride Veranstaltungen gerade durch die Einsparung von Fahrtzeiten für viele eine angemessene Alternative zu sein. Auch die Teilnehmendenzahl bestätigte diesen Eindruck. Denn mit knapp 90 Wahlberechtigten konnten ähnliche Zahlen wie in den vergangenen Jahren in Präsenz erreicht werden. Auch dem Diskurs tat das digitale Format keinen Abbruch, sodass einige spannende und konstruktive Diskussionen geführt werden konnten.

Nachdem der Verbandstag 2020 coronabedingt ausfallen musste, mussten in diesem Jahr zunächst einige Abstimmungen nachgeholt werden, die aufgrund der Ausnahmesituation im letzten Jahr nur vorläufig und kommissarisch vom Präsidium vorgenommen wurden. So dankte Egbert von Horn den Delegierten für Ihr Vertrauen, das sie dem Führungsgremium durch die Bestätigung der Jahresrechnungen der zwei vergangenen Geschäftsjahre (2019 und 2021) und der Beschlussfassung der Haushaltsentwürfe für 2021 und 2022 entgegenbrachten.

Im Anschluss wurde über die Anträge zu Ordnungsänderungen abgestimmt:
In den Jugendaltersklassen wird es nach Beschluss der Mitgliederversammlung weitreichende Änderungen geben, die sich an die Altersstruktur des Deutschen Judo Bunds anpassen aber verbandsspezifische Sonderregelungen beinhalten. So wird bei zukünftigen vom Verband veranstalteten Turnieren in den Jugendaltersklassen U9, U11, U13, U15, U18 und U21 gekämpft, auch die Gewichtsklassen und Wettkampfregeln passen sich dem an. Außerdem wurde die Umsetzung der vom DJB praktizierten internationalen Coachingregel auch auf NJV-Ebene für Landeseinzelmaßnahmen beschlossen.
Die Delegierten stimmten darüber hinaus für die Einführung eines neuen Abschnitts zu Online-Prüfungen in der Prüfungsordnung ab. Angestoßen durch die Umstände der Coronapandemie konnten in den letzten Jahren erste Erfahrungen mit digitalen Prüfungen gesammelt werden, die nun dauerhaft in der Ordnung verankert werden. Auch die Anträge der Ligakommission wurden in Gänze durch den Verbandstag bestätigt.

Bei den anschließenden Wahlen wurde Stephan Wellnitz, der aktuelle Vizepräsident Finanzen in seinem Amt für weitere drei Jahre bis 2024 wiedergewählt. Jens Ahrenhold, der das Präsidium nach dem Rückzug Norbert Speckers im Jahr 2019 bislang kommissarisch unterstützte, wurde im Bereich Leistungssport als Vizepräsident gewählt, sodass dem NJV das Präsidium in gleicher Zusammensetzung wie in der letzten Amtsperiode erhalten bleibt.

Sportreferent Peter Heyn wurde in Abwesenheit nach annähernd zehn Jahren des ehrenamtlichen Engagements von seiner Verbandstätigkeit als NJV-Sportreferent, die er mit seinem unermüdlichen Einsatz bei Turnieren und anderen Maßnahmen prägte, verabschiedet. Als Nachfolger seiner Position im Sportreferententeam wurde Mathias Olthuis vom PSV Georgsmarienhütte (Bezirk Weser/Ems) gewählt. Neben Mathias Olthuis, Sylke Bohlen und Christoph Muhle bleibt die vierte zu besetzende Stelle in diesem Amt jedoch weiterhin vakant. Auch für den/die Referent*in Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit konnte weiterhin keine Besetzung gefunden werden. An dieser Stelle kann der Hinweis von Vizepräsident Jugend Julian Jelinsky noch einmal wiederholt werden: „Solltet Ihr Interesse daran haben, das Sportreferententeam zu unterstützen oder die Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes mitzugestalten, seid Ihr herzlich willkommen im Team des NJV. Wir freuen uns über alle, die sich ehrenamtlich im Verband engagieren wollen.“ Gerne können Interessierte den NJV in den vakanten Bereichen auch unverbindlich unterstützen oder einfach nur erste Einblicke und Erfahrungen sammeln, ohne sich sofort für ein Amt zu verpflichten. Meldet Euch bei Interesse also gerne beim Sportreferententeam oder Janne Ahrenhold (Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation) und gebt diesen Aufruf an die Mitglieder der Vereine weiter.

In den weiteren Wahlen konnte zudem Martin Frey (Bezirk Lüneburg/Stade) für den Posten des Referenten für Behindertensport gewonnen und gewählt werden, der das Amt von Rolf-Dieter Frey übernimmt. Dieser blickt auf rund 25 Jahre des erfolgreichen Einsatzes in den ID-Bereich des Verbands zurück, konzentriert sich in Zukunft aber auf seine Funktion als Vizepräsident Breitensport. Für eine weitere Neubesetzung sorgte darüber hinaus Bernd-Axel Schimmel vom SC Hemmingen-Westerfeld (Bezirk Hannover), der sich zum Beisitzer des Finanzausschusses wählen ließ. Unter Bedauern verabschiedete sich der Ausschuss-Vorsitzende Hans-Jürgen Krieghoff von Annika Hurnaus, die sich nicht noch einmal zur Wahl für das Amt aufstellen ließ.

Alle weiteren Referent*innen und Ausschussmitglieder, die turnusgemäß zu Wahl standen, wurden in ihrem Amt bestätigt und starten nun gemeinsam mit dem wiedergewählten Präsidium in die neue Amtszeit.

Der NJV dankt allen Teilnehmenden für den reibungslosen Ablauf der Online-Premiere des Verbandstages und für die Geduld, die an einigen Stellen aufgebracht werden musste.

Wir freuen uns auf das nächste Jahr mit Euch und blicken voller Zuversicht in die Zukunft!