Was für ein Judo-Tag in Hannover: Vor dicht besetzten Zuschauerrängen und bei aufgeheizter Stimmung kämpften zehn Landesverbände in der Swiss Life Hall um den deutschen Mixed-Team-Titel. Mittendrin das Team aus Niedersachsen, das vor heimischem Publikum eine beeindruckende Mannschaftsleistung zeigte und bis ins Finale vorstieß.
Für den NJV gingen an den Start:
- 57 kg: Laila Göbel, Sophie Scharnberg, Skadi Koster
-70 kg: Jara Prestin, Giovanna Scoccimarro, Hedda Gottschalk
+70 kg: Anna Monta Olek, Amani Küster, Zyna Schreiber
-73 kg: Igor Wandtke, Nicolas Kunze, Liam Herrmann
-90 kg: Tim Gramkow, Matti Göbel
+90 kg: Mortaza Suha, Sebastian Wendt, Ilias Küster
Trainerteam: Detlef Knorrek, Patrick Kuptz, Daniel Gürschner
Souverän ins Finale
Als Lokalmatador und Zweitplatzierter der Finals 2023 startete Niedersachsen direkt im Viertelfinale in den Wettbewerb. Gegen Sachsen ließ die Mannschaft nichts anbrennen und setzte sich deutlich mit 4:1 durch. Im Halbfinale wartete mit Bayern der nächste starke Gegner und eine Wiederholung der Finalbegegnung von 2023.
Doch auch dort präsentierte sich das niedersächsische Team hoch konzentriert. Mit einem 4:2-Erfolg gegen die Bayern lösten die Athlet*innen das Finalticket und sorgten für großen Jubel in der Halle. Im zweiten Halbfinale hatte sich Brandenburg souverän mit 4:0 gegen Hessen durchgesetzt. Damit stand das Duell um den Titel fest: Niedersachsen gegen Brandenburg.
Finalkrimi gegen Brandenburg
Im Finale erwischte Brandenburg zunächst den besseren Start. Nach den ersten beiden Begegnungen lag Niedersachsen mit 0:2 zurück. Giovanna Scoccimarro brachte ihr Team anschließend zurück in den Mannschaftskampf und gleichzeitig die Halle zum Beben. In einer Ausdauerschlacht gegen Trainingspartnerin und BSP-Athletin Nele Noack behielt die Niedersächsin nach insgesamt 10:13 Minuten die Nerven. Nach der dritten Bestrafung ihrer Gegnerin stand der wichtige Anschlusspunkt zum 1:2 fest.
Nachdem Brandenburg in der Gewichtsklasse bis 90 Kilogramm erneut punktete, antwortete Anna Monta Olek eindrucksvoll. Gerade einmal 31 Sekunden benötigte sie gegen Milena Voigt, um Niedersachsen auf 2:3 heranzubringen.
Damit musste die Entscheidung im letzten Kampf fallen. In der Klasse über 90 Kilogramm traf Ilias Küster auf Bundeskaderathlet und WM-Teilnehmer von 2024 Louis Mai. In einem packenden Duell kämpfte Küster um den Ausgleich und die Chance auf einen Entscheidungskampf. Trotz einer herausragenden Leistung im Boden, die Küster eine Yuko-Wertung auf die Wertungstafel brachte, lag am Ende der Brandenburger mit zwei zu einer Yuko-Wertung vorne und sicherte seinem Team den 4:2-Erfolg sowie den deutschen Mixed-Team-Meistertitel.
Silber fürs NJV-Mixed-Team
Mit Siegen gegen Sachsen und Titelkonkurrent Bayern sowie großem Kampfgeist im Finale begeisterte die niedersächsische Mannschaft das Publikum in der Swiss Life Hall, sodass der Stolz auf die gebotene Teamleistung schnell überwog. Die Silbermedaille vor heimischer Kulisse ist das verdiente Ergebnis für einen starken Auftritt. Niedersachsen hat bei den Finals einmal mehr gezeigt, dass das Team zu den besten Landesverbandsmannschaften Deutschlands gehört.
Und wie kam's an?
„Die Finals waren ein richtig cooles Event und haben unglaublich viel Spaß gemacht. Vor einer so vollen Halle zu kämpfen, war etwas Besonderes. Viele aus unserer Trainingsgruppe, ehemalige Athlet*innen und zahlreiche Judofans waren vor Ort. Ich glaube, die Finals sind in Hannover richtig gut angekommen", so das Fazit von Lokalmatadorin Giovanna Scoccimarro.
Dem schließt sich Coach Patrick Kuptz an: „Vielen Dank an alle die da waren, geiles Publikum, geile Stimmung und natürlich ein geiles Team! Uns als Trainerteam hat’s sehr viel Spaß gemacht und wir gratulieren dem Brandenburger Team zur Goldmedaille.“ Auch NJV-Präsident Julian Jelinksy zieht ein positives Fazit: „Starkes Team, spannende Kämpfe und eine bis auf den letzten Platz gefüllte Swiss Life Hall - auch wenn es im Finale eine enge Sache war: Auf diese Silbermedaille können wir richtig stolz sein. Bei der nächsten Judo-Beteiligung bei den Finals greifen wir wieder an.“
Auch optisch präsentierte sich das niedersächsische Team bei den Finals als Einheit. Für den passenden Look sorgte unser Sponsor, die Concordia Versicherung Geschäftsstelle Ensinger, die das Team mit Shirts ausstattete. Produziert wurden diese wie immer zuverlässig von unserem Partner Sport Goslar. Für die Unterstützung bedanken wir uns herzlich!
Nicht dabei gewesen? Kein Problem!
Wer nicht vor Ort dabei sein konnte oder den von NJV-Athletin Vivian Kostrzewa und Olympiamedaillengewinnerin Annett Böhm begleiteten ARD-Livestream verpasst hat, kann den Wettkampftag in der ARD-Mediathek noch einmal ansehen oder direkt das Finale gegen Brandenburg im ZDF Sportstudio nachschauen. Weitere Einblicke von der Sportmeile und vom Wettkamp gibt’s auf unserem Instagram Kanal. Folgt unserem Instagram Kanal @judo.niedersachsen, klickt euch durch die Highlights und swiped durch die Reels.
Herzlichen Glückwunsch an die gesamte Mannschaft, das Trainerteam und alle Beteiligten zu diesem Erfolg!