Bei der DPM trafen nicht nur hochklassige Judoka aus ganz Deutschland aufeinander, sondern es ging auch um die erste Qualifikationsmöglichkeit für die Deutschen Einzelmeisterschaften 2026. Wer hier einen Platz unter den Top drei belegte, qualifizierte sich direkt für die DEM. Aber auch weitere Platzierungen sorgten für Aufmerksamkeit beim DJB.
Diese Chance nutzten die zwölf NJV-Frauen sowie 20 Männer – mit großem Erfolg: Gleich sieben Athlet*innen sicherten sich das Ticket für die DEM. Ein Ergebnis, mit dem auch Bundesstützpunkttrainer Daniel Gürschner sehr zufrieden ist. „Wir sind auf einem guten Weg“, fasst er die heutige Leistung zusammen. „Nach vier Monaten Einarbeitungszeit empfinde ich, dass sich die Athlet*innen vom OSP Niedersachsen so langsam an die Herangehensweise Kuptz/Gürschner gewöhnt haben.“
Starke Duelle werden mit Medaillen belohnt
Emily Chiara Plich (-48 kg, VfL Grasdorf) setzte sich mit drei Siegen gegen die Konkurrenz durch und sicherte sich den Titel. Ebenfalls Gold gewann Amani Küster (+78 kg, MTV Isenbüttel), die sich mit vier Siegen auf die oberste Stufe des Podiums kämpfte.
Ilias Küster (-100 kg, MTV Isenbüttel) marschierte bis ins Finale, wo er im Golden Score hauchdünn Jonathan Bischoff aus Bayern unterlag. Damit erkämpfte er sich einen starken zweiten Platz.
In der Gewichtsklasse bis 52 kg verloren Matilda Wamhof (Judoclub Crocodiles Osnabrück) und Janine Hardenberg (Judo-Team Hannover) jeweils ihr Halbfinale, setzten sich im Kampf um Bronze jedoch durch und sicherten sich einen Platz auf dem Podium.
Weitere Bronzemedaillen gingen an Jara Prestin (-70 kg, Judo-Team Hannover) sowie an Liam Herrmann (-66 kg, Judo-Team Hannover). Herrmann machte seinen Bronzekampf zu einem spannenden Duell: Die Entscheidung fiel erst nach acht Minuten Kampfzeit, als er sich mit Yuko gegen Takhaev (Bayern) durchsetzte.
Knapp am Podium vorbei
Trotz starker Kämpfe schrammten Lilian Madeleine Hartmann (-48 kg, Braunschweiger JC) und Claire Seidel (-63 kg, Braunschweiger JC) knapp am Podium vorbei und belegten jeweils Rang fünf.
Sophie Scharnberg (-57 kg, SV Nienhagen), Hedda Amelie Gottschalk (-70 kg, Judo-Kampfgemeinschaft Diekholzen) und Lennard Hartmann (-60 kg, Braunschweiger JC) erreichten Rang sieben.
Alle weiteren NJV-Judoka konnten einzelne Kämpfe in der Haupt- und Trostrunde für sich entscheiden, verpassten jedoch die vorderen Platzierungen.