Starke Medaillenausbeute bei der DEM in Duisburg

Mit zwei Gold-, einer Silber- und vier Bronzemedaillen sowie sechs weiteren Top-7-Platzierungen landete der NJV auf Rang vier im Medaillenspiegel der Deutschen Einzelmeisterschaften (DEM) der Frauen und Männer in Duisburg.

Unser NJV-Team nach dem zweiten Tag der DEM in Duisburg. Foto: Udo Möbus

Am 6. und 7. Juni kämpften 34 NJV-Judoka bei den Deutschen Einzelmeisterschaften (DEM), dem höchsten nationalen Turnier, im nordrhein-westfälischen Duisburg. Knapp 400 Athletinnen und Athleten aus allen 18 Landesverbänden des Deutschen Judo-Bundes nahmen teil.

Den Auftakt machten am Samstag die Gewichtsklassen -57 kg, -63 kg und -70 kg bei den Frauen sowie -73 kg, -81 kg und -90 kg bei den Männern. Am zweiten Wettkampftag wurden die Titel in den Gewichtsklassen -48 kg, -52 kg, -78 kg und +78 kg sowie -60 kg, -66 kg, -100 kg und +100 kg vergeben.

Doppelerfolg: Zwei Titel für den NJV
In der Gewichtsklasse bis 57 kg glänzte Laila Göbel (Judo-Team Hannover) am ersten Wettkampftag. Nachdem sie sich gegen die starken Konkurrentinnen Jadzia Münch (Baden), Darja Dorowskich (Bayern) und Pia Urban (Nordrhein-Westfalen) durchgesetzt hatte, stand Göbel verdient im Finale. Dort wartete mit Jana Ziegler (Brandenburg) eine der deutschen Top-Athletinnen ihrer Gewichtsklasse. Die entscheidende Wertung fiel erst im Golden Score zugunsten von Göbel. Mit Yuko entschied sie das Duell für sich und krönte sich zur Deutschen Meisterin 2026.

Ebenfalls den Titel sicherte sich Sarah Ischt (-48 kg, VfL Wolfsburg) - und zwar zum dritten Mal in Folge nach 2024 und 2025. Ischt setzte sich am zweiten Wettkampftag gegen Zoé Hamdan, Asal Gaffhar und im Finale gegen ihre Trainingspartnerin Helen Habib (alle Nordrhein-Westfalen) durch. Nach einer Waza-ari-Wertung nutzte Ischt den Übergang vom Stand zum Boden und hielt Habib zehn Sekunden lang fest. 

Vize-Meistertitel für Kunze
Den Vize-Titel erkämpfte sich Nicolas Kunze (-66 kg, MTSV Aerzen). Souverän setzte er sich gegen Falk Hobein (Nordrhein-Westfalen), Felix Bächle (Baden) und Patrick Weisser (Bayern) durch, ehe er erst im Finale vom Top-Athleten Florian Böcker (NRW) gestoppt wurde. Damit zeigte Kunze erneut, dass er zu den besten deutschen Judoka seiner Gewichtsklasse gehört.

NJV sammelt weitere Edelmetalle
Bei den Frauen kämpfte sich Giovanna Scoccimarro (-70 kg, MTV Vorsfelde) nach einer Niederlage gegen Bertille Murphy (Bayern) durch die Trostrunde und gewann Bronze. Ebenfalls Bronze sicherte sich Amani Küster (+78 kg, MTV Isenbüttel), die damit an ihre starke Leistung beim European Cup in Sarajevo am vergangenen Wochenende anknüpfen konnte.

Bei den Männern setzte sich Sebastian Wendt (+100 kg, SV Nienhagen) mit einer starken Turnierleistung im Kampf um Bronze durch. Besonders hervorzuheben ist der Auftritt von Mukhamed Mutoshvili (-60 kg, ASC Göttingen). Mit gerade einmal 16 Jahren bezwang er vier von fünf seiner wesentlich älteren und erfahreneren Gegner im Leichtgewicht und kürte sich zu einem der jüngsten DEM-Medaillengewinner der Geschichte. Kurios: In der U18 landete er in diesem Jahr noch auf dem siebten Platz, in der U21 steigerte er sich auf den fünften Rang - mit der Bronzemedaille bei den Senioren fand er nun ein versöhnliches Ende mit den den nationalen Titelkämpfen der Saison 2026.

Podest nur knapp verpasst
Liam Herrmann (-66 kg, Judo-Team Hannover) verpasste nach einem intensiven Kampf gegen David Ickes (Schleswig-Holstein) knapp die Bronzemedaille. Auch der amtierende Hochschulmeister Ilias Küster (+100 kg, MTV Isenbüttel) verlor nach einem starken Turnier denkbar knapp gegen Pierre Ederer (Baden) und belegte Platz fünf. Weitere fünfte Plätze gingen an Janine Hardenberg (-52 kg, Judo-Team Hannover) und Sophie Scharnberg (-57 kg, SV Nienhagen).

Siebte Plätze belegten Jara Prestin (-70 kg, Judo-Team Hannover) und Sara Finke (+78 kg, TSV Bassum).

Alle Ergebnisse sind hier zu finden.