Zwei Silbermedaillen bei NDMM U18

Über zwei Silbermedaillen und der damit verbundenen Qualifikation zu den nationalen Titelkämpfen können sich mit der KG MTV Vorsfelde/MTV Isenbüttel (m) und den Judo-Tiger Visbek (w) zwei niedersächsische Teams freuen. Mit drei Frauenteams und fünf Männermannschaften hätten diese Gruppenmeisterschaften deutlich besser besetzt sein können.

Schon in der ersten Begegnung des Tages kam es zum Duell zwischen der Kampfgemeinschaft aus dem Bezirk Braunschweig und dem Judo-Team Hannover. Bei der Landesmeisterschaft konnte sich die KG deutlich mit 6:1 durchsetzen. Auch bei dem erneuten Aufeinandertreffen verließ Vorsfelde/Isenbüttel die Matte als Sieger – im Ergebnis (4:3, 40:30) aber etwas knapper. Die Hannoveraner konnten auch dieses Mal nicht in Bestbesetzung antreten und hatten zusätzlich mit Gewichtsproblemen und später mit Verletzungspech zu kämpfen. Die beiden MTV konnten sich in den nächsten beiden Mannschaftskämpfen gegen den TH Eilbeck und den PSV Oldenburg mit jeweils 5:2 durchsetzen und untermauerten damit ihre Ambitionen auf den Titel.

Dass alle Teams leistungsmäßig nicht weit auseinanderliegen, beweist der PSV Oldenburg, der mit einem 4:3 gegen den TSV Kronshagen einen hoffnungsvollen Start in die Meisterschaft hatte, sich dann in seinen restlichen Kämpfen geschlagen geben musste – gegen den TH Eilbeck etwa nur hauchdünn mit 3:4 (30:40). Eilbeck steigerte sich nach zwei Niederlagen im Laufe des Wettkampfes und besiegte am Ende auch dezimierte Hannoveraner.

Mit der Gewissheit, schon für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert zu sein, starte die KG MTV Vorsfelde/MTV Isenbüttel im letzten Kampf gegen den TSV Kronshagen. Die schleswig-holsteinischen Vertreter zeigten sich nach der Niederlage gegen den PSV Oldenburg ebenfalls verbessert und konnten ihre weiteren Duelle gewinnen. So hatte der Kampf Finalcharakter, der sich bei den NJV-Vertretern jedoch nicht so recht einstellen mochte und der Kampf unnötig hoch mit 1:6 verloren ging. „Die Qualifikation zur DMM ist ohne Zweifel ein super Erfolg. Den letzten Kampf hätten wir allerdings nicht so hoch verlieren dürfen“, hieß es aus dem Umfeld der Vereine. – In der Tat hätte die Kampfgemeinschaft bei einem weniger deutlichen Sieg in der Endabrechnung noch die Nase vorn gehabt. So zeigt sich, dass für einen eventuellen Start bei den Deutschen Meisterschaften das vollständige Potenzial noch nicht ausgeschöpft ist.

Im weiblichen Bereich erkämpften sich die Judo-Tiger Visbek die Berechtigung, bei der Deutschen Meisterschaft an den Start zu gehen. Ein Sieg im verbandsinternen Aufeinandertreffen gegen den Nordhorner Judo-Club legte den Grundstein für diesen Erfolg. Wie schon bei der LMM behielten die Visbekerinnen gegen die Starterinnen vom JCN knapp die Oberhand. Auch wenn es gegen den SC Tenri Bad Segeberg nicht zu einem Sieg reichte, zeigte sich Trainer Tobias Kostka zufrieden mit der Vorstellung seines Teams. Für den Nordhorner Judo-Club war das Erreichen der Norddeutschen Meisterschaft bereits ein großer Erfolg – sie ergatterten sich bei der LMM erst nach den Stichkämpfen das Ticket für die Gruppenebene und zeigten sich auch in Oldenburg i.H. in guter Verfassung.

Aus der Verbandssicht bleibt zu hoffen, dass alle qualifizierten niedersächsischen Mannschaften am 05. bzw. 06.12. den weiten Weg nach München-Großhardern auf sich nehmen und bei der DMM U18 die niedersächsischen Farben vertreten.

Bericht: NJV-Medienteam (Christian Jelinsky)
Fotos: [oben]: Stefan Knospe; [1]: Judo-Tiger Visbek; [2]: Judo-Team Hannover; [3]: privat; [4]: Nordhorner Judo-Club; [5]-[10]: Judo-Tiger Visbek