Ein deutliches Ausrufezeichen in der Gewichtsklasse +100 Kilogramm setzte Mortaza Suha mit seiner Leistung bei der diesjährigen Europameisterschaft der Altersklasse U21 und unterstrich in diesem Wettkampfjahr einmal mehr, dass er zu den stärksten Nachwuchs-Schwergewichtlern Europas gehört.
Nach einem Freilos in Runde eins stieg Suha gegen Stefan Kovinic (MNE) am letzten EM-Tag der Einzelwettbewerbe ins Wettkampfgeschehen ein und konnte die schnelle Yuko-Wertung im Boden souverän zum Sieg wandeln. Auch im anschließenden Kampf gegen den Estländer Marek-Adrian Masek stellte Suha sein Ne-waza Können unter Beweis und erkämpfte sich den Poolsieg.
Suhas Gegner im Halbfinale: Giannis Antonidou aus Zypern. Schnell zeichnete sich auch hier die Dominanz des Nachwuchsathleten ab und Suha ging mit einer Yuko-Wertung in Führung. Kurz darauf nutzte er den tiefen Seoi-nage Angriff seines Gegners zu seinen Gunsten und erzielte erneut den Sieg und damit den Einzug ins Finale im Boden.
Im Finale stand Suha dem unter der IJF-Flagge startenden russischen Athleten Bislan Katamardov gegenüber. Im intensiven Kampf auf Augenhöhe gelang es dem physisch starken und taktischem Katamardov kurz vor Ende der Kampfzeit mit einer Yuko-Wertung gegen Suha in Führung zu gehen, die er trotz mutiger Angriffe nicht aufholen konnte. Mit der Silbermedaille feierte Suha dennoch den größten internationalen Erfolg seiner bisherigen Karriere – Chapeau zu dieser Leistung!
BSP-Athletin Zyna Schreiber (-78 kg) ging am gleichen Tag wie Teamkollege Mortaza Suha auf die Tatami. In ihrem Auftaktkampf gegen Eva Johannessen aus Norwegen gelang es ihr leider nicht, den entscheidenden Punkt zu setzen. Somit schied sie frühzeitig aus dem Wettkampfgeschehen aus.
Morgen heißt es noch einmal Daumen drücken, wenn die DJB-Athlet*innen im Mixed-Team-Wettbewerb um die Medaillen kämpfen.
Die vollständigen Wettkampflisten und Videos der U21-EM sind unter JudoTV einsehbar.
Fotos: Carlos Ferreira (EJU)