Abschlusskadertraining der ID Judoka in Hameln: Bevor es am 29. November jedoch mit dem Training richtig losgehen konnte, meldete sich noch NJV Behindertensportreferent Martin Frey zu Wort, um eine Überraschung anzukündigen. Gemeinsam mit dem Präsidenten des Niedersächsischen Judo Verband, Julian Jelinsky, überreichte er eine Ehrung für die Landestrainer*innen Svenja Liermann vom Blau-Weiß Buchholz und Daniel Wissel von den Red Judo Dragons des TC Hameln. Für ihre Verdienste in der Verbreitung und dem Aufbau des Judosports durch ihre Arbeit im ID Landeskader seit 2018 und die daraus resultierenden Erfolge erhielten beide die Leistungsnadel in Gold. Mehrere internationale Deutsche Meistertitel und sogar EM-Titel lassen sich sehen und der NJV hofft, dass die beiden noch lange weiter machen! Svenja Liermann stellte am Ende nochmal fest, dass diese Erfolge maßgeblich auch von den Heimtrainer*innen geschaffen wurden und sie die Ehrungen stellvertretend für diese annehmen, die Woche für Woche auf der Matte stehen, um ihre Teilnehmenden für das Kadertraining und damit auch zu den Meisterschaften und Turnieren vorbereiten.
Nach der Ehrung ging es dann in gewohnter Weise los mit dem Training. Auch hier gab es noch ein Highlight: Es standen inklusive des Trainer*innen Teams 40 aktive Judoka auf der Matte. Der Platz war zwar etwas knapp, aber mit Übersicht und Kooperation konnten alle gut und ohne Verletzungen trainieren. Das vierstündige Training setzte sich aus drei Teilen zusammen. Die erste Einheit war dem Wettkampf im Stand gewidmet, die zweite befasste sich dann mit dem Bodenkampf. In der dritten Einheit ging es dann um die Fitness. Diese drei Einheiten bauten bereits das ganze Jahr über aufeinander auf. Diesmal mussten die Landestrainer*innen Worte des großen Lobes aussprechen. Alle waren von der ersten bis zur letzten Minute konzentriert und fleißig dabei und einige sind über sich hinausgewachsen.
Eine Besonderheit bei diesen Kadertrainings ist, dass nicht nur die ID-Judoka teilnehmen, sondern auch immer wieder interessierte Judoka ohne Behinderung dabei und herzlich willkommen sind, die sich ganz schön anstrengen müssen, um da mitzuhalten. Denn die ID-Judoka werden ganz schön gefordert und, wenn man sich umhört, ist es genau das, was sie wollen. Dies zeigte sich am Ende daran, dass alle zwar erschöpft aber strahlend und glücklich das Training beendeten.
Nach Hause ging es dann aber noch nicht. Wie auch schon im letzten Jahr, gingen fast alle noch zusammen auf den Hamelner Weihnachtsmarkt, um noch ein wenig zu Quatschen, was zu essen und zu trinken, was dieses Team immer mehr zusammen schweißt. Das nächste Kadertraining ist dann am Anfang des neuen Jahres am 24. Januar beim Polizei-SV Hannover geplant – Interessierte sind gerne eingeladen, vorbeizukommen!
Text: Martin Frey (NJV Behindertensportreferent)
Redaktionelle Anpassungen: NJV