Kata auf höchstem Niveau: Deutsche Meisterschaften 2025 in Freital

Mit Technik, Präzision und Ausdruck präsentierten sich vergangenes Wochenende in Freital Kata-Athleten aus ganz Deutschland bei der DKM.

Foto: Jutta Milzer

Foto: Jan Vahrenhold

Foto: Jan Vahrenhold

Die Stadt Freital war am 21./22.06.2025 Schauplatz des Highlights im nationalen Kata-Kalender: Die Deutschen Kata-Meisterschaften 2025 lockten Athlet*innen aus dem gesamten Bundesland nach Sachsen. In der Halle des Sportparks Freital-Hainsberg wurden am Samstag und Sonntag die Deutschen Meister in den verschiedenen Kata ermittelt. 

In den insgesamt sechs Kata-Wettbewerben Nage no kata, Katame no kata, Ju no kata, Kime no kata, Kodokan Goshin jutsu sowie der Koshiki no kata sowie der U18-Kategorie in der Nage no kata und der Inklusiven Deutschen Kata-Meisterschaft wurden die besten Paare ermittelt – geprägt von gegenseitiger Anerkennung, Konzentration und sportlicher Fairness. Unter ihnen zehn NJV-Paare:

Monique Ruth und Noel Aszmons konnten mit 324,0 Punkten in der Nage No Kata Vorrunde überzeugen und erreichten die Finalrunde, in der sie mit 338,0 Punkten einen starken fünften Platz belegten – lediglich 61,5 Punkte trennten sie von der Bronzemedaille. Ebenfalls in der Vorrunde starteten Sonja Schacht und Bennett Brandes. Mit 160,8 Punkten schaffte es das routinierte Paar leider nicht in die Finalrunde. Nach Gold in der Nage No Kata U18 in den Jahren 2024 und 2023 traten Jette Buchholz und Laurenz Degener vom HSV Stöckte in diesem Jahr gegen die erfahrene Konkurrenz an. Das Paar erreichte mit ihrer Kata 177,8 Punkte, sodass auch ihnen die Finalrundenteilnahme in diesem Jahr verwehrt blieb. 

In der Katame no kata zeigte sich das Duo Carolin Charina Jeromin und Martin Etter (beide HSV Stöckte) erneut in hervorragender Form: Mit 387,5 Punkten in der Vorrunde platzierten sie sich hinter dem starken Paar aus NRW für das Finale. Dort steigerten sie sich nochmals auf 400,5 Punkte und holten sich nach Bronze im Vorjahr verdient die Silbermedaille – nur 13,5 Punkte trennten sie von Gold. Noel Aszmons und Monique Ruth, die in der Vorrunde 309,5 Punkte erreichten, zogen leider nicht in die Finalrunde ein. 

Auch in der Ju no kata war das Feld eng beieinander: Heidi Grigath und Heidi Jeddeloh (beide VfL Edewecht) verpassten mit 346,0 Punkten denkbar knapp den Einzug ins Finale – 27 Punkte fehlten am Ende. Nur knapp dahinter landeten Jan und Stefanie Smeikal vom Welfen SC Braunschweig mit 345,5 Punkten, gefolgt von Lea Vollmer und Wiebke Behrendt mit soliden 324,0 Punkten. Die Leistungen zeigen, wie eng das Teilnehmerfeld zusammengerückt ist und dass bereits kleinste Ausführungsunterschiede über den Finaleinzug entscheiden.

Ein besonderes Augenmerk lag auch in diesem Jahr auf der Inklusiven Deutschen Kata-Meisterschaft, die ein Zeichen für die Vielfalt innerhalb der Judo-Community setzte und erneut eindrucksvoll bewies, dass Judo ein Sport für alle ist. In der Nage no kata ID WK1 erreichten Justin Otto und Peter Ackermann mit 138,0 Punkten den dritten Platz und gewannen Bronze. Susanne Lauer und Anke Meinecke traten in der Katame no kata ID an und verpassten mit 105,0 Punkten um nur 22 Punkte das Finale.

„Die Kata-Meisterschaften waren nicht nur ein sportlicher Höhepunkt, sondern auch ein starkes Zeichen für Gemeinschaft, Respekt und Vielfalt in unserer Judo-Community. Hier starten Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen am gleichen Tag, am gleichen Ort – sie unterstützen sich gegenseitig und würdigen die Leistung jedes einzelnen Paares, wohl wissend, wie viel Trainingsfleiß in jeder Kata steckt.“, betont DJB-Kata-Referent Sebastian Frey.

Für viele Paare diente die DKM nicht nur als nationale Standortbestimmung, sondern auch als wichtige Vorbereitung auf die diesjährige European Kata Tour sowie die im Herbst anstehenden Kata-Weltmeisterschaften in Paris – die Daumen sind gedrückt! 

Alle Ergebnisse der diesjährigen DKM sind unter diesem Link abrufbar.


Text mit Material von: DJB
Redaktionelle Anpassungen: NJV