Mit Präzision aufs Podest: Bronze für Buchholz und Degener

Am Samstag wurde in Maintal das EJU-Kata-Tournament ausgetragen, gefolgt von den German Kata Open am Sonntag. Ein erfolgreiches Kata-Wochenende für unsere NJV-Athlet*innen.

Foto: EJU / Helmut Eckhart

Foto: DJB

Foto: EJU / Helmut Eckardt

Für die Organisatoren bedeutete das ein intensives Wochenende – doch die positive Rückmeldung der European Judo Union (EJU) war für den hohen Aufwand mehr als entschädigend. „Das EJU Kata-Turnier in Maintal war ein voller Erfolg und überzeugte sowohl durch die hohe Teilnehmerzahl als auch durch eine erstklassige Organisation“, lobte Monica Piredda, Leiterin der Kata-Ausbildung der EJU. „Die deutsche Organisation bewies erneut ihre Effizienz und Präzision: Die Budo Arena erfüllte höchste europäische Standards und bot allen Athlet*innen ein Sporterlebnis auf Top-Niveau.“

Auch DJB-Kata-Referent Sebastian Frey zeigte sich zufrieden, denn mit 170 Judoka aus 14 Nationen war das hochkarätige Turnier der letzte große Test vor der Kata-Weltmeisterschaft am 8./9. November in Paris. Und diesen Test haben die deutschen Paare allemal bestanden und wichtige wertvolle Punkte für die Weltrangliste sammeln können.  „Die Ergebnisse zeigen: Wir sind in allen Kata-Disziplinen bereit, bei der WM um die Medaillen mitzukämpfen“, so Frey optimistisch.

Mit vier Gold, und je zwei Silber- und Bronzemedaillen belegte Deutschland im Nationenranking den 2. Platz. Den ersten Rang sicherten sich die Judoka aus den Niederlanden und Platz 3 ging an Italien.

Junge Kata-Talente sicher sich Bronze
Für die positive Bilanz des deutschen Teams sorgten auch die NJV-Athlet*innen Jette Buchholz und Laurenz Degener, die sich in der Nage no kata Juniors mit Bravour Bronze sicherten. In einem starken Teilnehmerfeld von sieben Teams, in dem auch die amtierenden Vizeeuropameister antraten, galt es zunächst unter die besten vier zu kommen, um das Finale zu erreichen. Mit einer konzentrierten und sauberen Darbietung gelang es Buchholz und Degener in der Vorrunde den dritten Platz zu belegen – damit war ihnen der Finaleinzug geglückt. Dort konnten sie erneut eine überzeugende Leistung darbieten, die ihnen am Ende Rang drei und damit Bronze einbrachte.
Nach mehreren starken, aber medaillenlosen Auftritten in dieser Saison, bedeutete diese Medaille dem Team sehr viel. Ein verdienter Lohn für Ausdauer, Teamarbeit und stetige Weiterentwicklung der jungen Kata-Talenten.

Überraschungen und weitere Erfolge im Wettbewerb
Teamkolleg*innen Sonja Schacht und Bennett Branders belegten in der Nage no kata den 4. Platz, nachdem sie sich als Drittplatzierte in einem von zwei Sechser-Pools für das Finale qualifizieren konnten. Im Finale traten die besten drei Teams beider Pools nochmals gegeneinander an. Mit einer beeindruckenden Präzision zeigten Schacht und Brandes erneut eine gute Leistung.

Auf Platz 6 landeten Carolin Charina Jeromin und Martin Etter, die sich in der Katame no kata präsentierten. Die Kunst: Die perfekte Beherrschung der Halte-, Würge- und Hebeltechniken – der Kontrolltechniken. Jede Bewegung verlangt vollkommene Konzentration und das optimale Reaktionsvermögen auf Angriff- und Verteidigung zwischen Tori und Uke. Insgesamt versuchten sich 20 Teams aus zehn Nationen an der Katame no Kata. Mit einer konzentrierten und souveränen Kata sicherten sich Jeromin und Etter den Einzug ins Finale der besten sechs Teams – ein großartiger Erfolg angesichts des hochkarätigen Starterfeldes aus ehemaligen Weltmeistern und amtierende Europameister. Doch das Finale verlief anders als gehofft: Eine Verletzung zwang Jeromin und Etter zunächst zur Aufgabe, doch dank einer überraschenden Regelung konnten sie erneut antreten, zeigten unter schwierigen Bedingungen eine respektable Leistung und beendeten den Wettkampf schließlich zufrieden auf Platz sechs.

Alle Ergebnisse zum EJU-Kata-Tournament in Maintal. 

German Kata Open: Austausch, Nachwuchs und Miteinander
Am Sonntag folgte mit den German Kata Open ein weiteres Highlight. Hier hatten auch Newcomer die Chance, sich mit internationalen Kata-Paaren zu messen. Im Mittelpunkt stand jedoch nicht nur der sportliche Wettkampf, sondern auch der gegenseitige Austausch und die länderübergreifende Hilfe und Unterstützung der Kata-Paare zwischen den Teams. „Das Besondere ist, dass die Paare sich nicht nur über ihre eigenen Leistungen freuen, sondern auch die ihrer Konkurrenten wertschätzen. Als große Judofamilie fiebert man gemeinsam mit – und gibt sich gegenseitig wertvolle Tipps“, beschreibt Sebastian Frey die besondere Atmosphäre des Events.

Ein gelungenes Kata-Wochenende mit starken sportlichen Leistungen, wertvollen Impulsen für die WM und einem beeindruckenden Miteinander der internationalen Judofamilie.

Text: mit Material von DJB und Jutta Milzer
Fotos: DJB und EJU / Helmut Eckhart