Tag 5 – Im gallischen Dorf wird es nass
Mittlerweile haben wohl auch die Kinder, die in diesem Jahr zum ersten Mal mit ins Judozeltlager des NJV gefahren sind, herausgefunden, dass jeder Tag im Zeltlager neue Überraschungen bereithält. Was die Kinder allerdings noch nicht wissen: Die größte Überraschung steht an Tag sechs noch bevor.
Zunächst durften sich die Nachwuchsgallier aber über einen spaßigen Wassernachmittag freuen. Und auch dieser begann mit einer kleinen Überraschung: Passend zur sommerlichen Hitze stand plötzlich ein Eiswagen auf dem Zeltplatz. Perfekt für eine eiskalte Abkühlung!
Mit frischer Energie und abgekühlten Köpfen konnte der Nachmittag dann starten. Für Abkühlung war weiterhin gesorgt, denn bei allen Stationen, die die Nachwuchsgallier durchlaufen mussten, um Idefix aus den Fängen der Piraten zu befreien, spielte Wasser die Hauptrolle. Trocken zu bleiben, war dabei definitiv keine Option!
Da war es auch nicht verwunderlich, dass der Nachmittag schließlich in einer riesigen Wasserschlacht endete, an der sich beinahe alle Kinder beteiligten. Ein RIESEN-Spaß!
Tag 6 – Die große Überraschung
Dass Überraschungen irgendwann auffliegen, lässt sich oft nur schwer verhindern. Vor allem dann, wenn einige Kinder schon fast als alte Zeltlagerhasen bezeichnet werden können – Zeltlagerprofis sozusagen, die bereits mehrfach mit zum NJV-Zeltlager nach Fürstenau gefahren sind.
Damit ist die größte Überraschung des Zeltlagers für viele eigentlich keine Überraschung mehr. Wir Betreuer versuchen trotzdem Jahr für Jahr, die Spannung aufrechtzuerhalten. Und in diesem Jahr ist uns das besonders gut gelungen.
Statt des traditionellen Freizeitparkbesuchs erzählten wir den Kindern zunächst, dass eine Fahrradtour auf dem Programm steht. 75 Fahrräder sollten mit zwei riesigen LKWs angeliefert werden, 75 Helme natürlich gleich dazu. Dass das logistisch völliger Humbug ist und vorne und hinten keinen Sinn ergibt, wurde zwar von vielen Kindern bemerkt, aber mit einem überzeugten „Doch, doch, das passt!“ zur Seite geschoben.
Umso größer war die Freude, als am Morgen verkündet wurde, dass es doch – wie jedes Jahr – in den Freizeitpark geht!
Also packten alle ihre sieben Sachen und setzten sich in den bereits bereitstehenden Bus Richtung Avonturenpark Hellendoorn in den Niederlanden. Nach einer kurzweiligen Fahrt war es endlich geschafft und die ganze Bande stand vor den Toren des spannenden Freizeitparks.
Dann ging alles ganz schnell: Die Kinder fanden sich in Gruppen von drei oder mehr Personen zusammen und machten sich auf, den Park ohne Betreuer zu erkunden. Wer lieber gemeinsam mit den Betreuern unterwegs sein wollte, konnte das natürlich ebenfalls tun.
Nach vielen Stunden, in denen die Kinder den Park unsicher gemacht, Achterbahnen im Dauerlauf gefahren, die Rafting- und Wildwasserbahn ausgiebig genutzt oder sich in die schwindelerregende Schiffsschaukel gewagt hatten, ging es wieder zurück ins Gallierlager.
Schon von Weitem konnte man bei der Rückkehr nach Fürstenau den Duft des Grills riechen. Bevor sich die Nachwuchsgallier dort jedoch den Bauch vollschlagen konnten, trafen sich alle Kinder zunächst in ihren Gruppen, um die Erlebnisse des Tages zu besprechen.
Am späteren Abend fanden wir uns natürlich noch zum obligatorischen Lagerfeuer zusammen. Und ich finde: Heute war es besonders gemütlich.
Aber jetzt heißt es erstmal: Gute Nacht, Obelix – bis morgen!
Tag 7 – Freibad, Grill und ein mysteriöser Fall
Auch dieser Tag begann ganz klassisch mit Frühstück und Trainingseinheiten für alle Kinder. Zum Mittag gab es Hähnchenschnitzel, Kartoffeln und Soße – dazu eine vom Caterer erneut völlig falsch eingeschätzte Unmenge an Erbsen. Wie schon am Vortag.
Die Kinder können die Erbsen inzwischen jedenfalls nicht mehr sehen. Vielleicht sollten wir sie einfach für den Winter einfrieren. Falls jemand noch weitere Erbsenrezepte hat: Immer her damit!
Am Nachmittag stand bei bestem Sommerwetter das Freibad auf dem Programm. Viel Bewegung, viel Wasser und vor allem: Fun, Fun, Fun!
Zum Abendessen wurde anschließend noch einmal der Grill angeschmissen. Fleisch und Gemüse vom Grill gingen gut weg. Nur der Erbsensalat wollte irgendwie niemand so richtig haben. Schade eigentlich.
Nach dem Abendbrot war aber noch lange nicht Schluss. Die Kinder konnten bei verschiedenen Spielen wie Twister, Ballspielen oder Karten den Abend genießen. Außerdem bestand die Möglichkeit, in Gruppen durch die Fürstenauer Landschaft zu laufen oder Inlineskaten zu gehen.
Und als ob der Tag nicht schon ereignisreich genug gewesen wäre, wartete am Lagerfeuer noch das eigentliche Highlight: Durch professionelle Detektivarbeit konnte Incoqnix schließlich gestellt werden. The case is closed!
Good Night!
Text: Kay Pape
Redaktionelle Anpassungen: NJV
Fotos: Kay Pape