Judosafari im Osnabrücker Zoo: 500 Kinder, 100 Ehrenamtliche und ein unvergesslicher Tag

Zwischen Tigern, Elefanten und Origami-Tieren wurde der Zoo Osnabrück am 9. August zur Judo-Arena: Rund 500 Kinder nahmen an der außergewöhnlichen Judosafari teil. Mit großem Einsatz von rund 90 Ehrenamtlichen erlebten die Teilnehmenden einen Tag voller Bewegung, Spaß und Gemeinschaft – und zeigten, wie vielseitig und offen der Judosport sein kann.

Am 9. August wurde der Zoo Osnabrück zum Schauplatz einer ganz besonderen Veranstaltung: Rund 500 Kinder zwischen 4 und 14 Jahren, mit und ohne Judoerfahrung, nahmen an der Judosafari teil, die vom Kreisjudofachverband Osnabrück (KJFV) und dem SV Kompass e.V. organisiert wurde. Möglich gemacht wurde dieses außergewöhnliche Event durch den Einsatz von etwa 90 ehrenamtlichen Helfer*innen aus zehn Judovereinen, die mit großem Engagement und Herzblut den Tag gestalteten.

Schon früh am Samstagmorgen traf sich das Orga-Team vor dem Zoo, um letzte Vorbereitungen zu treffen. Nach 1,5 Jahren Planung war es endlich so weit: Um 9 Uhr öffnete der Zoo seine Tore und die Kinder strömten voller Neugier und Vorfreude hinein. Zwischen Tigergehege, Elefanten und Störchen waren die Stationen der Judosafari verteilt – liebevoll aufgebaut und betreut von den Helfenden aus der Judogemeinschaft.

Die Judosafari, ein Konzept des Deutschen Judo-Bundes (DJB), lässt den Veranstaltenden viel kreativen Spielraum. In Osnabrück wurde daraus ein einzigartiges Erlebnis: Die Kinder durchliefen einen Parcours, bastelten Buttons, falteten Origami-Tiere, übten Würfe wie den Ogoshi und versuchten sich im spielerischen „Ballklauen“. Zusätzlich gab es ein Judo-Probetraining und eine Lesung – beides freiwillige Angebote, die den Tag abrundeten.

Je nach erreichter Punktzahl erhielten die Kinder bei der Siegerehrung ein Tierabzeichen, das sich an den Judogürtelfarben orientiert – vom gelben Känguru bis zum schwarzen Panther. Die Freude war riesig, und an vielen Stationen hörte man begeisterte Stimmen: „Judo ist ein toller Sport, den will ich jetzt öfter machen!“ Tim Trappe, erster Vorsitzender des KJFV Osnabrück, betont: „Die bereits bestehende gute Vernetzung unserer Judo Region wollten wir durch dieses Event weiter stärken und gleichzeitig Werbung für unseren Sport machen. Der Zoo Osnabrück hat uns die Möglichkeit gegeben, das Ganze in einer ganz besonderen Kulisse umzusetzen – dafür sind wir sehr dankbar.“ Sebastian Häfker, Vorsitzender des SV Kompass e.V., ergänzt: „Der SV Kompass e.V. steht für Offenheit, Vielfalt und Zusammenarbeit – nicht nur in unserem langfristigen Sportangebot. Wir bieten eine professionelle Plattform an, um ehrenamtliches Engagement zu organisieren und wertzuschätzen. Deshalb war die Judo-Safari für uns eine Herzensangelegenheit.“

Text und Fotos: Meike Ossyra