Für die niedersächsischen Juniorinnen und Junioren standen zuletzt zwei internationale Einsätze auf dem Programm: Am 18.07. und 19.07. standen Janne Ahrenhold, Nick Bobrowski, Pauline Starke (alle Judo-Team Hannover), Tim Gramkow (Crocodiles Hildesheim), Frederike Czichowski, Henrik Schreiber (beide Crocodiles Osnabrück) und Giovanna Scoccimarro (MTV Vorsfelde) im Aufgebot für den European Cup im polnischen Breslau. Eine Woche später gingen Nick Bobrowski, Artem Fetter (Judo-Team Hannover) und Lukas Rollwage (Judo in Holle) beim European Cup in der tschechischen Hauptstadt Prag auf die Matte. Beide Veranstaltungen waren mit jeweils rund 400 teilnehmenden Judoka aus nahezu allen Kontinentalverbänden stark besetzt.
Einen besonders starken Eindruck auf der kontinentalen Ebene hinterließ Giovanna Scoccimarro. In der Gewichtklasse bis 70 Kilogramm erkämpfte sie sich die Silbermedaille. Die amtierende deutsche Meisterin war mit einem Freilos ausgestattet und stand deshalb nach ihrem vorzeitigen Sieg über die Polin Natalia Pekala bereits im Poolfinale. Dort traf sie mit der Japanerin Yui Samata auf eine starke Kämpferin, gegen die die Vorsfelderin nach vier Minuten Kampfzeit mit 2:1 Shidos knapp die Oberhand behielt. Im Halbfinale stand sie erneut einer Polin, Urszula Hofman, gegenüber. Diesen Kampf dominierte die NJV-Athletin von Anfang an und gewann nach nicht einmal einer Minute mit Ippon. Ihre Gegnerin hatten die Kampfrichter zu diesem Zeitpunkt schon bereits drei Mal bestraft. Auch wenn Giovanna den folgenden Finalkampf gegen Akari Hashitaka aus Japan nicht für sich entscheiden konnte, sondern eine Ippon-Niederlage hinnehmen musste, kann sich die Sportlerin nach ihrer überaus erfolgreichen Zeit in der U18 und der beim diesjährigen European Cup von St. Petersburg gewonnenen Bronzemedaille über einen weiteren Podestplatz auf der internationalen Ebene freuen.
In der niederschlesischen Tiefebene zeigte sich auch Tim Gramkow in guter Verfassung. Im Limit bis 81 Kilogramm landete er am Ende auf dem undankbaren fünften Platz. Der Bundesligakämpfer erreichte mit sehenswerten, souveränen Siegen über Gregory Dermaut aus Belgien und Grachik Avagyan aus der Ukraine das Viertelfinale. Dort setze er sich gegen den Franzosen Alpha Oumar Djalo mit 2 Yukos durch. Für Gramkow ging es – wie seinen vorherigen zwei internationalen Starts zuvor – daher um den Gewinn der Bronzemedaille. Diese konnte sich der Hannoveraner beim European Cup im österreichischen Leibnitz sichern. Zuvor musste sich der amtierende Deutsche Vizemeister beim internationalen Turnier in Litauen mit dem fünften Platz zufrieden geben. Auf eine Niederlage im kleinen Finale lief es trotz couragierter Leistung auch in Breslau hinaus. Dort sah sich Gramkow dem 16. der IJF-Rangliste, Dominik Druzeta, gegenüber. Der Kroate konnte eine Yukobewertung trotz dreier Shidos über die Zeit retten und sich Bronze sichern.
Alle anderen in Polen und in Tschechien gestarteten niedersächsischen Athleten mussten ihre Hoffnungen auf eine Platzierung jeweils schon in der Vorrunde begraben.
Bericht: NJV-Medienteam (Christian Jelinsky)
Fotos: EJU