NJV-Judoka gewinnen 12 Medaillen bei DEM ü30 in Bad Belzig

2 Mal Gold, 2 Mal Silber und 8 Mal Bronze – so lautete das Ergebnis, mit dem die 19 gestarteten NJV-Judoka von der Deutschen Meisterschaft ü30 aus Brandenburg zurückkehrten. Der Judo-Club Bad Belzig, der diese Veranstaltung ausrichtete, sorgte für beste Wettkampfbedingungen und eine rundherum gute Betreuung der insgesamt 373 Sportlerinnen und Sportler Sportlerinnen, die sich der Herausforderung einer Veteranenmeisterschaft stellten. Alle 18 Landesverbände waren bei diesem Event vertreten.

Zwei Sportlerinnen des TSV Sottrum standen ganz oben auf dem Treppchen: Judo-Wiedereinsteigerin Rita Müller (Kategorie F3, bis 63 Kilogramm) und Neueinsteigerin Dagmar Meyer (Kategorie F5, bis 57 Kilogramm) gewannen jeweils die Goldmedaille. Bronze ging an Anja Habermann (TV Jahn Wolfsburg) in der Kategorie F2, bis 78 Kilogramm. Auch wenn sie zwei ihrer Kämpfe nicht für sich entscheiden konnte, war sie grundsätzlich mit ihrer Leistung zufrieden. „Die Stimmung war echt toll, das muss man einmal erlebt haben – insofern war dabei sein alles“, berichtet sie über ihren Wettkampf. Auch andernorts wurde die familiäre Atmosphäre der Veranstaltung besonders hervorgehoben.

Kämpfer aus Lüneburger Vereinen waren zahlreich vertreten:

Christoph Reese (Kategorie M4, bis 73 Kilogramm) vom KS Lüneburg erkämpfte sich mit zwei Ipponsiegen und einer knappen Niederlage nach Strafen gegen den späteren Sieger Stephan Wussow aus Halle einen starken zweiten Platz. Teamkollege Stefan Pufahl (Kategorie M3, bis 73 Kilogramm) belegte bei seinen ersten ü30 Deutschen Meisterschaften nach drei Kämpfen einen dritten Platz. „Viele neue Eindrücke gewonnen und Erfahrungen gesammelt“, fasst er seinen Tag in Bad Belzig zusammen. Johannes Westphal (KS Lüneburg) verpasste das Podest als Fünfter nur knapp, zeigte sich aber nach acht Jahren Judopause insgesamt zufrieden und kündigte schon einen Start bei der DEM ü30 2016 an. Daniel Maier (KS Lüneburg) verpasste in seiner hochklassigen Konkurrenz (M1, bis 81 Kilogramm) die Platzierungsränge nur knapp.

Oleg Derkach vom Lüneburger Sport-Team feierte in der Kategorie M4, bis 100 Kilogramm nach anderthalb Jahren gesundheitlicher Pause mit Platz 3 ein starkes Comeback. Souverän kämpfte er sich in das Halbfinale vor, in dem mit Marcus Utzat aus Bremen auf den vielfachen Deutschen Veteranenmeister und auch auf kontinentaler und internationaler Ebene sehr erfolgreichen Kämpfer traf. Diesen Kampf musste er in Führung liegend am Ende doch noch abgeben. „Hier war sicherlich die noch fehlende Kondition mit ausschlaggebend“, resümierte der Kämpfer, der das folgende kleine Finale gegen einen Berliner Starter anschließend mit Ippon für Seoi-nage sicher gewann und sich über Bronze freuen konnte.

Zwei Judoka des MTV Vorsfelde gelang der Sprung auf das Treppchen:

Patrick Heißner (Kategorie M1, bis 90 Kilogramm) und Ruslan Schmidt (M2, bis 81 Kilogramm) sicherten sich jeweils Bronze. Heißner zeigte schon in der Vorrunde seine Qualitäten und behielt – zunächst mit Waza-ari in Rückstand geraten – gegen seinen Kontrahenten aus Brandenburg doch noch die Oberhand. Im Halbfinale begann er stark und handelte seinem Gegner zwei Strafen ein. Bei dessen erster gefährlicher Aktion ließ sich Heißner jedoch zu einem taktischen Fehler hinreißen und verlor vorzeitig. Das folgende – rein niedersächsische Finale – gegen Timo Grothues (SVA Salzbegen) entschied der Wolfsburger nach wenigen Sekunden für sich, sodass der Ärger über die Niederlage im zweiten Kampf recht schnell verflogen war und die Freude über die gewonnene Medaille überwog. Für Grothues blieb in der Endabrechnung Platz 5.

Ruslan Schmidt startete in seinem ersten Wettkampf nach fast drei Jahren gegen Georgios Koutsouridis aus Württemberg. In einem ausgeglichenen Kampf musste Schmidt aufgrund einer kleinen Unachtsamkeit am Ende des Kampfes eine Niederlage hinnehmen. In der Trostrunde profitierte der Vorsfelder in Führung liegend von der verletzungsbedingten Aufgabe seines Gegners und stand damit im Kampf um Platz 3. Im „Nordduell“ gegen den Hamburger Jens Schamberg setzte er sich konzentriert mit Seoi-nage vorzeitig durch und freute sich – auch aus der Sicht seines Trainers Jens Dannies – völlig zurecht über die gewonnene Medaille.

Nach einer unglücklichen Niederlage gegen den späteren Sieger aus Bayern fand Francisco Werner Bockhoff vom Braunschweiger JC besser in seine Deutsche Meisterschaft. In der mit 12 Teilnehmern verhältnismäßig gut besetzten Kategorie M4, bis 90 Kilogramm gewann er seine nächsten drei Kämpfe und konnte als Dritter ebenfalls an der Siegerehrung teilnehmen.

Wolfgang Sondermann (Kategorie M6, bis 81 Kilogramm) vom SSV Gristede wiederholte mit drei gewonnenen Kämpfen und einer knappen Niederlage sein Vorjahresergebnis – auch 2014 errang er die Silbermedaille. Der Siebte der Veteranen-Weltmeisterschaft des vergangenen Jahres, Andreas Wöhl vom TuS Rotenburg, konnte sich in der Kategorie M7, bis 73 Kilogramm bis auf Platz 3 vorkämpfen. Im Schwergewicht der 30 bis 34 Jährigen kehrte Sven Wietstock mit Bronze in seinen Heimatverein, dem SVA Salzbergen, aus Bad Belzig zurück.

Weitere niedersächsische Starter verpassten zum Teil die Medaillenränge nur sehr knapp und mussten sich mit Platzierungen zufrieden geben. Danny Karolek (VfL Wolfsburg) belegte Platz 5. Rang 7 erreichten sein Teamkollege Pierre Oeser sowie Terence Miller (VfL Germania Ummern) und Manfred Jansen (Nordhorner Judo-Club).

Herzlichen Glückwunsch an alle Aktiven und viel Erfolg bei den diesjährigen internationalen Veteranen-Wettkämpfen!

Bericht: NJV-Medienteam (Christian Jelinsky)
Foto: privat