Die NJV-Augen blicken an diesem Wochenende insbesondere (auch) nach Zagreb.
Beim Grand Prix in der kroatischen Hauptstadt starten Dimitri Peters (bis 100 Kilogramm), Igor Wandtke (bis 73 Kilogramm) (beide Judo-Team Hannover) und Schwergewichtler André Breitbarth (SFV Europa Braunschweig) mit dem Ziel, möglichst viele Weltranglistenpunkte auf ihrem Qualifikationsweg zu den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro zu sammeln.
Der Einsatz am heutigen Samstag (Igor) bzw. morgigen Sonntag (Dimitri und André) dient gleichzeitig als Generalprobe für den am nächsten Wochenende stattfindenden ersten Grand Slam dieses Jahres in Baku bzw. die am Ende des Monats in Marokko stattfindenden Masters. Dimitri und André starten dabei als für die im Juni stattfindenden Europaspiele (sie finden ebenfalls in Baku statt) vom DOSB offiziell nominierte Sportler.
Eine Berufung in die deutsche Delegation für die Europaspiele blieb Igor Wandtke nach seiner längeren Verletzungspause leider verwehrt. Nichtsdestotrotz bzw. gerade deswegen gibt er sich kämpferisch: „Es gilt nicht lange über die verpasste Nominierung für die European Games zu trauern, sondern sich den nächsten Aufgaben zu widmen. In den nächsten 2 Monaten werde ich 6 Turniere der World Series kämpfen, um wichtige Punkte für die Olympiaqualifikation zu sammeln. Es startet also eine wichtige und richtungsweisende Phase.“ Igor bestreitet seinen ersten Kampf gegen Andrea Regis, den 35. der Weltrangliste – keine einfache Aufgabe; der Italiener gewann im letzten Jahr in Zagreb die Bronzemedaille.
Für André Breitbarth (#16) geht es in seinem ersten Kampf bereits um den Einzug in das Poolfinale. Sein Gegner wird entweder Or Sasson aus Israel (#35) oder der ungelistete Harun Sadikovic (Bosnien-Herzogowina) sein. Gegen Sasson würde aus Andrés Sicht noch eine Revanche ausstehen: Im kleinen Finale des heimischen Grand Prix in Düsseldorf besiegte der Israeli den Braunschweiger nach voller Kampfzeit.
Dimitri Peters (#6) hat hingegen gute Erinnerungen an seinen ersten Gegner: Er trifft, ebenfalls mit einem Freilos ausgestattet, auf Aleksandre Mskhaladze. Den Georgier, 35. der Weltrangliste, schlug Dima im Halbfinale des Grand Prix von Tiflis. Nach längerer Pause ist auch der Weltranglistenführende, Lukas Krapalek aus Tschechien, am Start. Wie viele Qualifikationspunkte wird Dimitri sammeln können? Wird er auch wieder näher an seinen Nationalmannschaftskollegen Karl-Richard Frey herankommen?
Die Kämpfe können über den Live-Stream der IJF (http://134.213.29.25/live/) ab jeweils 10:00 Uhr verfolgt werden. Die Finalrunde beginnt um 17:00 Uhr. Wir hoffen, unsere drei NJV-Starter dort zu sehen!
Text: NJV-Medienteam (Christian Jelinsky)
Foto: IJF Media by G. Sabau