こんにちは! Japanische Delegation zu Gast beim NJV

Seit 2008 verbindet den Niedersächsischen Judo-Verband eine enge Partnerschaft mit der japanischen Präfektur Tokushima und auch dem dortigen Judoverband. Auch in diesem Jahr war wieder eine Delegation zu Gast in Niedersachsen.

Die Gäste aus Tokushima bringen die Trainingsgruppe ins Schwitzen.

Das Ergebnis des deutsch-japanischen Mannschaftskampf: Ippon für Tokushima!

Bürgermeister Thomas Hermann (unten rechts) begrüßt die Delegation im Neuen Rathaus von Hannover.

LSB-Vorstandsvorsitzender Reinhard Rawe heißt die Delegation in der Akademie des Sports willkommen. Foto: LSB Niedersachsen

Vom 25. bis 30. August 2025 verbrachten elf Gäste aus Japan und eine Dolmetscherin eine intensive Woche in Hannover. Unter den elf Gästen waren sechs Athletinnen und zwei Trainerinnen der renommierten Seikō Gakuen-Privatschule sowie Vertreter des Judo-Verbandes und der Präfektur Tokushima.

Willkommen in Niedersachsen!
Die Anreise erfolgte am Montagabend. Am Flughafen Hannover wurden die Gäste von Sven Loll (Leitender Landestrainer), Egbert von Horn (NJV-Ehrenpräsident) und Julian Jelinsky (NJV-Präsident) in Empfang genommen. Nach einer kurzen Nacht begann direkt am Dienstagmorgen das Programm: Nach einer offiziellen Begrüßung durch den NJV-Präsidenten folgte eine Führung durch das LOTTO-Sportinternat, eine Maschsee-Rundfahrt sowie die erste gemeinsame Trainingseinheit im Olympiastützpunkt Niedersachsen. Geleitet wurde das Training von DJB-Bundestrainer Udo Quellmalz. Die japanischen Gäste bereicherten das Training unter anderem durch die Übernahme der Erwärmung: Mit Musik und synchronen Übungen brachten sie die niedersächsischen Judoka ordentlich ins Schwitzen. Die Trainingseinheit wurde darüber hinaus von hohen Gästen aus der Provinz Eastern Cape (Südafrika) besucht. Sibulele Ngongo, die Amtskollegin der niedersächsischen Sportministerin Daniela Behrens, informierte sich gemeinsam mit ihrer Delegation über unterschiedliche Projekte und Kooperationen, die das Eastern Cape mit Niedersachsen pflegt. Die "MEC" (Member of the Executive Council) machte sich in diesem Rahmen auch einen persönlichen Eindruck vom Niedersächsischen Judo-Verband.

Am Abend kamen annähernd 45 Gäste zu einem deutsch-japanischen Abend zusammen. Gastgeschenke wurden ausgetauscht, erste Gespräche geführt, in Erinnerungen der vergangenen Begegnungen geschwelgt und die Woche gemeinsam eingeläutet.

Hajime: Mannschaftskampf zwischen Niedersachen und Tokushima
Der Mittwoch begann sportlich mit einem Athletik-Frühtraining. Danach stand eine Stadtführung durch Hannover auf dem Programm. Am Nachmittag folgte eine weitere gemeinsame Trainingseinheit am OSP Niedersachsen.

Der Donnerstag widmete sich den offiziellen Empfängen: Im Neuen Rathaus von Hannover begrüßte Bürgermeister Thomas Hermann die Delegation, im Anschluss nutzte auch LSB-Vorstandsvorsitzender Reinhard Rawe die Gelegenheit und begrüßte die Delegation offiziell in der Akademie des Sports.

Da unter der Woche leider kein offizieller Wettkampf stattfand, organisierte der NJV selbst einen deutsch-japanischen Mannschaftskampf. Unter den Augen niedersächsischer Kampfrichter trafen die Teams aus Niedersachsen und Tokushima aufeinander – spannende Begegnungen und eine besondere Atmosphäre sorgten für einen sportlichen Höhepunkt der Woche. Mit einem kleinen Vorsprung konnten die Japanerinnen die Begegnung für sich entscheiden.

Ein Ausflug in den Harz
Der Freitag führte die Gruppe nach Bad Harzburg. Mit der Burgberg-Seilbahn ging es hinauf, bevor der dortige Baumwipfelpfad erkundet wurde. Am Abend stand die letzte Trainingseinheit auf dem Programm – verbunden mit einer kleinen Feier, bei der der Geburtstag einer der mitgereisten Trainerinnen „nach japanischer Zeit“ begangen wurde. Am Samstag hieß es früh am Morgen Abschied nehmen. Nach einer intensiven Woche voller Sport und Kultur trat die Delegation die Heimreise nach Tokushima an.

Der Niedersächsische Judo-Verband blickt stolz auf die langjährige Partnerschaft mit der Präfektur und dem Judoverband Tokushima und freut sich bereits auf kommende Begegnungen. Ein besonderer Dank gilt dem LandesSportBund Niedersachsen, der diese Maßnahme aus Mitteln der Finanzhilfe des Landes Niedersachsen fördert.