Nach den beiden nationalen Höhepunkten, den Deutschen Meisterschaften in Duisburg und dem Bundesligafinale in Remscheid, läuteten die European Open im italienischen Conegliano den internationalen Endspurt des Jahres für einige der niedersächsischen Athleten ein.
Während die BSP-Sportler Viktor Wandtke (Budokan Lübeck, -73 kg) und Nele Noack (UJKC Potsdam, -70 kg) leider in der ersten Runde ihren Gegnern unterlagen, marschierte Tim Gramkow (TKJ Sarstedt) souverän ins Halbfinale vor. Auf dem Weg bezwang der 81-Kilo-Athlet den Schweden Olof Hermodsson und ließ auch die beiden Lokalmatadoren Francesco Sansonetti und Salvatore d Arco souverän und mit vorzeitigen Ippons - einmal mit Würger im Boden, einmal mit Uchi-mata - hinter sich.
Der anschließende Kampf um den Einzug ins Finale zwischen Gramkow und dem Serben Vuk Elez war über vier Minuten ausgeglichen. Im Golden Score jedoch war es sein Gegner, der bei einem Konterversuch des Niedersachsen mit Yuko die entscheidende Wertung erzielte. Im Kampf um den dritten Platz wartete der deutsche Konkurrent Peter Thomas auf ihn - in der Weltrangliste mit dem 300. Platz deutlich schlechter gerankt, als der 28-jährige NJV-Athlet auf dem 109. Platz. Doch die Erfahrung zahlte sich bei diesem Aufeinandertreffen nicht aus. Zweimal erwischte der Münchener Gramkow, erst mit Uchi-mata, dann mit Hiza-guruma.
Nach Verletzungspause und einigen weiteren knappen Bronzeniederlagen wartet der Niedersachse weiter auf sein erstes internationales Podium seit 2023. Doch schon am kommenden Wochenende gibt es die nächste Chance beim Grand Prix in Zagreb. Im DJB-Aufgebot steht dann außerdem Laila Göbel (Judo-Team Hannover, -57 kg).