Von Donnerstag bis Samstag gingen die U17-Nachwuchsjudoka aus der ganzen Republik bei Europas größtem Sport- und Kulturfestival – den Ruhrgames – an den Start. Bei der fünften Auflage des Events wurden die Judo-Wettkämpfe erstmals bundesweit ausgeschrieben. Den Anfang machte am Donnerstag ein Bundessichtungsturnier der männlichen U17. Am Freitag wurde erstmals der Deutsche Mannschaftsmeister der Landesverbände der Mixed-Teams U17 ermittelt. Am Samstag folgte ein Bundessichtungsturnier der weiblichen U17.
Die Kulisse war dabei eine ganz besondere: Alle Judo-Wettkämpfe fanden in der Kraftzentrale des Landschaftsparks Duisburg-Nord statt. Die Finalkämpfe der weiblichen U17 wurden sogar unter freiem Himmel und vor einer großen Zuschauertribüne auf dem Center Court ausgetragen.
Donnerstag: Bundessichtungsturnier männliche U17
Die besondere Atmosphäre nutzten am ersten Tag zwei Athleten vom Judo-Team Hannover. Mohammad Ali Iskenderov (-66 kg) und Fares Hermez (-46 kg) kämpften sich das erste Mal in dieser Saison bis aufs Podest eines Bundessichtungsturniers vor und machten mit dem dritten Platz auf sich aufmerksam. Weitere Platzierungen erreichten folgende Sportler:
5. Platz: Jan Gero Paulus | VfL Grasdorf | -50 kg
5. Platz : Mats Löhner | Braunschweiger JC | -55 kg
5. Platz : Finn Ahlemeier | VfL Grasdorf | -60 kg
7. Platz: Benedikt Fest | Judo in Holle
Freitag: Deutsche Meisterschaften der Landesverbände Mixed-Team U17
Ein Highlight – vor allem was die Stimmung anging – stellten die Mannschaftskämpfe am Folgetag dar, die in dieser Form und im Rahmen der Ruhr Games in Duisburg zum ersten Mal ausgetragen wurden, jedoch stark an die als Länderpokal ausgetragenen Veranstaltungen früherer Jahre erinnerten. Zwölf Landesverbände meldeten ein aus jeweils sechs Jungen und sechs Mädchen zusammengesetztes Team und sorgten für eine tolle Judoveranstaltung. Gemeinsam mit den vier Nachwuchstrainern Marc Blödorn, Sven Loll, Hannes Schneider und Nick Bobrowski lieferte die NJV-Mannschaft – trotz eines jungen Teams aber mit einem starken Zusammenhalt– eine hervorragende Performance ab. Grund für die gebotenen Leistungen waren auch die gemeinsamen Trainingswettkämpfe, die der Kader bereits im letzten Jahr gegen Hamburg und Sachsen absolvierte und die den Teamgedanken auch bei diesem Event stärkten. Trotz einer Auftaktniederlage (7:5) gegen die späteren zweiten aus Berlin ließen sich die niedersächsischen Starter*innen nicht unterkriegen und kämpften sich in der Trostrunde gegen Württemberg (7:1) und Bayern (7:3) ins kleine Finale vor. Dominant bezwangen sie auch dort die Gegner*innen aus Mecklenburg-Vorpommer mit einem eindeutigen 7:1 und feierten nach einem langen Wettkampftag gemeinsam auf dem Bronzerang.
Samstag: Bundessichtungsturnier weibliche U17
Die Euphorie des Vortages nahmen auch die NJV-Nachwuchsfrauen für ihren Auftritt im Einzelwettbewerb mit. Beim dritten Bundessichtungsturnier des Jahres kämpfte sich Matilda Wamhof (-48 kg) von den Judo Crocodiles Osnabrück zum dritten Mal auf den Bronzerang vor und bestätigte ihre konstante Leistung. Auch Sophie Wagner (-63 kg) von der JG Uelzen überzeugte mit dem Einzug ins Halbfinale und dem anschließenden Gewinn der Bronzemedaille. Weitere Platzierungen erreichten folgende Sportlerinnen:
5. Platz: Daaje Ens | TuS Holtriem | -70 kg
7. Platz: Emelie Wagner | JG Uelzen | -70 kg