Deutschland im Mixed-Team wieder top

Bei den European Games sicherte sich die DJB-Auswahl, verstärkt von NJV-Athletin Pauline Starke, die Silbermedaille.

Foto: Lorraine Hoffmann

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Vom 21. Juni bis 2. Juli fand die dritte Ausgabe der Europaspiele nach Baku 2015 und Minsk 2019 in Polen statt. Mit rund 7.000 Athlet*innen aus 48 Nationen, die in 29 Disziplinen an den Start gingen,  weist das kontinentale Multisportevent alle vier Jahre olympischen Charakter auf. Auch die Judoka durften ein Jahr vor den Spielen in Paris eine kleine Prise Olympialuft schnuppern. Am vorletzten Tag der Veranstaltung wurde der Europameistertitel im Mixed-Team-Wettbewerb im Rahmen der European Games ausgekämpft.

Das bislang im Teamwettkampf erfolgreiche deutsche Team (Bronze bei den Olympischen Spielen 2021 und der WM 2022) ging bei dieser Ausgabe jedoch mit einer durch Verletzungen geschwächten Auswahl an den Start. So fehlten unter anderem die beiden niedersächsischen Punktelieferer Giovanna Scoccimarro (-70 kg) und Igor Wandtke (-73 kg). Dafür kehrte Pauline Starke nach einer Ellenbogen-Operation auf die Wettkampffläche zurück und unterstützte den DJB in der Gewichtsklasse -57 kg.

Nach einem Freilos konnte sie gleich in der ersten Partie mit einem sehenswerten Uchi-mata einen wichtigen Punkt zum 4:1 Erfolg gegen Österreich beitragen. Danach sorgte Nationalmannschaftskollegin Seija Ballhaus, mit der sie sich in der Klasse -57 kg abwechselte, nach einem Unentschieden für den entscheidenden Punkt in der Verlängerung gegen Ungarn. Im Halbfinale durfte Pauline Starke wieder ran. Mit ihrem Sieg gegen Pleuni Cornelisse eröffnete sie die Siegesserie für ihre Teamkollegen Miriam Butkereit (-70 kg) und Martin Matijass (-90 kg) die gegen hochklassige niederländische Gegner*innen ebenfalls punkteten und den Weg ins EM-Finale ebneten. Gegen die Mannschaft aus Georgien hatte die deutsche Mannschaft – wie auch schon bei der diesjährigen Weltmeisterschaft – jedoch kaum eine Chance und musste sich mit 4:1 geschlagen geben.

Trotzdem freuten sich die Deutschen nach einer guten Performance am Ende des Tages über zwei Medaillen – die silberne EM- und die zusätzliche European Games-Medaille, die gleichzeitig vergeben wurden. Fast wichtiger als das doppelte Edelmetall und die anschließende sportartenübergreifende Abschlussfeier im Krakauer Stadion war jedoch die aufrechterhaltene Chance auf eine gute Ausgangslage für die Olympischen Spiele 2024 – denn dort werden die besten Mannschaften in der Auslosung auseinandergesetzt. Ein frühes Aufeinandertreffen gegen die Mixed-Teams aus Georgien, Frankreich, Japan und Co. könnte damit vermieden nächstes Jahr vermieden werden.