Bei den diesjährigen Judo Masters waren gleich fünf NJV-Athlet*innen im 14-köpfigen DJB-Team vertreten. Allein das war eine historische und beeindruckende Leistung, bedenkt man, dass die Masters das wohl am besten besetzte Turnier der IJF-World Tour sind. Zudem verstärkten Miguel Ogando Lopes, BSP-Trainer aus Hannover und Hannes Schneider, unser neuer NJV-Landestrainer Nachwuchs, der die Nationalmannschaft zudem als Physiotherapeut betreut, das deutsche Aufgebot.
Halt machte eines der Jahreshighlights in diesem Jahr in Jerusalem. Qualifizieren konnten sich lediglich die besten 36 Kämpfer*innen einer jeden Gewichtsklasse, dazu gehörten die NJV-Judoka Pauline Starke (-57 kg, WRL #17), Giovanna Scoccimarro (-70 kg, WRL #20), Anna Monta Olek (-78 kg, WRL #24), Igor Wandtke (-73 kg, WRL #17) und Tim Gramkow (-81 kg, WRL #26). Besonders beeindruckend vor allem die Nominierung von Anna Monta Olek, die sich als Juniorin für das Weltklasse-Event qualifizierte.
Leider konnte sich keine*r der fünf NJV-Athlet*innen für die hervorragenden Ergebnisse des scheidenden Jahres belohnen. Dabei verliefen die Anfangskämpfe für alle noch vielversprechend. So ging ein Raunen beim O-soto-gari von Tim Gramkow gegen seinen spanischen Gegner durch die Halle, Pauline Starke sicherte sich den Waza-ari-Sieg durch einen Uchi-mata kurz vor Schluss und Igor Wandtke, Giovanna Scoccimarro und Anna Monta Olek arbeiteten sich konsequent und mit guter Ausdauer in die nächste Runde.
In der zweiten Runde warteten jeweils internationale Kracher auf die Niedersächs*innen. Pauline Starke musste sich schnell gegen die frühere Weltmeisterin und spätere Turniersiegerin Christa Deguchi (CAN) geschlagen geben. Giovanna Scoccimarro verlor gegen die spätere Silbermedaillengewinnerin und Igor Wandtke konnte sich körperlich nicht gegen den Usbeken Yuldoshev durchsetzen, der am Ende des Tages auf dem Bronzerang landete. Mit Sam Chouchi, unter anderem Bronzemedaillengewinner des Grand Slams in Paris, landete auch Tim Gramkows Endgegenr in der Finalrunde, während Anna Monta Olek mit ihren 20 Jahren die zehn Jahre ältere Weltranglistenfünfte Guusje Steenhuis zum Wackeln brachte, sich letztendlich aber dennoch im Haltegriff geschlagen geben musste.
Das Fazit: Fünf Athlet*innen, fünf Siege und fünf Niederlagen - da wäre durchaus mehr drin gewesen!
Mit einem Blick auf die aussichtsreichen Weltranglistenplätze blicken wir - gemeinsam mit unseren Top-Athet*innen - dennoch zuversichtlich ins kommende Jahr und freuen uns auf den weiteren Weg Richtung Paris 2024.