Kehdingen Cup in Drochtersen: Internationale Mammutveranstaltung

Drochtersen war am letzten Wochenende Schauplatz einer internationalen Mammutveranstaltung: Organisator Christian Gottschalk konnte in diesem Jahr neben zahlreichen (nord)deutschen Vereinen auch Delegationen unter anderem aus Russland, Großbritannien, Österreich, der Ukraine, Weißrussland und Aserbaidschan zum alljährlichen Kehdingen Cup begrüßen. Rund 450 Judoka der U10, U12 und U15 kämpften in der Elb-Gemeinde auf 5 Matten um die Plätze auf dem Podest. Das Hauptevent am Samstag wurde von einem umfangreichen Nebenprogramm – unter anderem ein Sportlerabend am Freitag und einem Trainingscamp am Sonntag – umrahmt. Das abstrakte Ziel, „die internationale Judofamilie ein Stück zusammenzubringen“ haben die Organisatoren damit auf jeden Fall erreicht.

 In der mit 165 Teilnehmern stark besetzten männlichen U15 männlich konnten bei dem aus niedersächsischer Sicht inoffiziellem Saisonstart insbesondere Tom Meyer (SV Eintracht Wiefelstede), Milan Obecny (VfL Stade) und Kevin Kistner (Nordhorner JC) als Dritte überzeugen. Sie setzen sich in ihren mit bis zu 25 Teilnehmern besetzen Gewichtsklassen bis fast nach ganz vorne durch. In der weiblichen U15 gewann Fiona Fischer (Judo-Team Hannover) im Limit bis 33 Kilogramm, Vereinskameradin Anna Monta Olek wurde bis 52 Kilogramm Zweite. Ebenfalls Silber gewann Kimberly Böttcher (VfL Stade) bis 48 Kilogramm. Auch in den anderen Altersklassen konnten sich niedersächsische Sportler über Medaillen freuen.

Dass der Kehdingen Cup in diesem Jahr insbesondere bezogen auf die Zahl teilnehmenden Judoka „alle Ketten sprengen“ werde, hatten die Drochterser Veranstalter schon im Vorfeld des Wochenendes betont. Dass die von vornherein überaus ambitionierte Zeitplanung schließlich nicht aufging, war neben technischen Problemen auch anderen Widrigkeiten geschuldet. Die Dauer des Wettkampfes bis nach 20:30 Uhr stellte nicht nur die Judoka und Trainer, sondern auch die Kampfrichter und die Organisatoren selbst vor zweifelhafte Herausforderungen. „Wir haben einige Fehler begangen“, hieß es dazu selbstkritisch vom Organisator, „aber wir sind lernfähig und werden es im nächsten Jahr wieder besser machen“, fügte er an.

Text: NJV-Medienteam (Christian Jelinsky)

Fotos: TVG Drochtersen/Judo Landesverband Vorarlberg