Zwar diente der European Cup der Junior*innen im polnischen Poznan nicht als Qualifikationsturnier für die in diesem Jahr stattfindenden Höhepunkte der Altersklasse U21, NJV-Coach Patrick Kuptz inkludierte das Turnier dennoch in den Terminkalender, um seinen Athlet*innen Wettkampferfahrungen zu ermöglichen, die in den Corona-Jahren auf internationalem Niveau auf der Strecke blieben.
Insbesondere BSP-Athlet Viktor Wandtke (Budokan Lübeck / Schleswig-Holstein) nutzte die Chance. Mit fünf Kämpfen, drei Siegen, zwei Niederlagen und dem insgesamt siebten Platz in der stark besetzten Gewichtsklasse -73 kg zeigte er ein gutes Turnier, bei dem „sogar mehr drin gewesen wäre“, so Coach Kuptz. Finn Luka Reddig (Judo Crocodiles Osnabrück), der noch beim Bremen Masters auf dem siebten Platz landete, erwischte in Poznan in der gleichen Gewichtsklasse ein schwieriges Los. Erst musste er sich dem späteren Drittplatzierten aus Aserbaidschan geschlagen geben und auch in der Trostrunde tat er sich gegen seinen französischen Gegner schwer. Mortaza Suha (-100 kg, Judo-Team Hannover), Amani Küster (+78 kg) und Ilias Küster (-90 kg, beide MTV Isenbüttel) schieden nach jeweils einer Auftaktniederlage ebenfalls vorzeitig aus.
Mit den gesammelten Lehren geht es für die Athlet*innen der U21 in den kommenden Wochen und Monaten nun mit den qualifikationsrelevanten Turnieren auf der Europa-Tour weiter. Paris, Prag, Graz und Berlin sind einige der Stationen, an denen die NJV-Junior*innen um die Startplätze bei EM und WM mitkämpfen. Auch der Deutsche Meister und Bremen-Bronzemedaillengewinner Philip Drexler (Judo Crocodiles Osnabrück) wird ab Mai wieder ins Geschehen mit eingreifen und die niedersächsischen 73-Kämpfer um einen weiteren Mann verstärken.