Das erste Halbjahr 2017 neigt sich dem Ende entgegen – und damit auch die ersten sechs Monate der Judo-Region Braunschweig. Und das – wie folgende Beispiele zeigen – durchaus erfolgreich: Am Ende einer dreiteiligen Ausbildungsreihe zum 1. und 2. Kyu konnten 21 Judoka zu ihrer bestandenen Prüfung gratuliert werden. Die beiden Regionstrainings U10/U13 waren mit durchschnittlich 30 Judoka gut besucht. Die drei Regionsturniere am 05.03.2017 (RET U8, U13), 19.03.2017 (Fuchsturnier des TSV Hordorf) und 13.05.2017 (RET U9, U12) gelangten jeweils in ihre Kapazitätsgrenzen. Auch ein Kampfrichterlehrgang lockte neben den lizensierten Kampfrichtern zahlreiche Interessierte an.
Ergänzt wurde und wird das Sportangebot der Region durch einige bewährte und einige neue vereinsübergreifende Initiativen. So gründeten Vereine unter anderem einen gemeinsamen „Trainingszirkel“, schlossen sich zu Kampfgemeinschaften für den Ligabetrieb zusammen, absolvierten gemeinsame Trainingslager oder organisierten eine gemeinsame Pfingstfreizeit. „Wir freuen uns über gut ausgelastete Regionsveranstaltungen und das Miteinander der Vereine innerhalb der Region und darüber hinaus“, heißt es aus dem Regionsvorstand. Gemeinsam ist man stark!
Besonders wichtig ist dem Regionsvorstand die Betonung des „Miteinanders“ der Vereine. Dies schließt es insbesondere aus, Judoka durch direkte Ansprache zu einem Wechsel des Einzelstartrechts (Vereinswechsel) zu animieren („abzuwerben“). Ein solches Verhalten ist nach den Ordnungen des NJV verboten und kann durch das zuständige NJV-Gremium mit einer Sanktion für den Verein und seinen beteiligten Funktionären belegt werden. „Abwerbungen“ werden auch in der Judo-Region Braunschweig in keinem Fall toleriert und entsprechenden Hinweisen konsequent nachgegangen. Dabei ist dem Regionsvorstand bewusst, dass es viele Gründe für einen Vereinswechsel geben kann, in den vergangenen Jahren aber nur sehr wenige Vereinswechsel auf direkte, aktive Handlungen des aufnehmenden Vereins zurückzuführen sind.
„Aus unserer Sicht wäre es sehr bedauerlich, wenn Vereine aufgrund allgemeiner und/oder konkreter Furcht vor „Abwerbungen“ nicht oder nur eingeschränkt am Sportbetrieb der Region teilnehmen. Das Konzept der Judo-Region Braunschweig baut auf einem Miteinander der Vereine auf. Nur so können Potenziale des gesamten Judosports in der Region gestärkt werden. Tendenzen, die sich gegen diesen absoluten Grundkonsens richten und aus einem Miteinander ein Gegeneinander werden lassen, treten wir entschieden entgegen“, lässt sich der Regionsvorstand zitieren. Er bittet Vereinsvertreter mit ihm Kontakt aufzunehmen, wann immer zu diesem Themenkomplex Anlass dazu besteht. Ansprechpartner dafür ist der Vorsitzende David-Marcel Meier. Selbstverständlich steht der Regionsvorstand auch in allen weiteren Belangen jederzeit zur Verfügung.
Der Regionsvorstand
Foto oben: Andreas Lippelt
Der Text wurde am 09.06.2017 auf der Facebook-Seite der Judo-Region Braunschweig erstveröffentlicht.