Der Sportturm der Universität Bremen war Schauplatz des ersten Bundessichtungsturnieres der männlichen und weiblichen U17 nach der Sommerpause. Vor den Augen des Nachwuchs-Bundestrainers Bruno Tsafack konnten sich zehn NJV-Judoka einen Platz auf dem Podest erkämpfen. 114 Kämpfer und 63 Kämpferinnen aus den Gruppen Nord, Nordost und Mitte sorgten für ein hohes Kampfniveau.
Der mitgereiste Landestrainer Marc Blödorn konnte sich im weiblichen Bereich über sechs Medaillen freuen. Laila Göbel (Judo-Team Hannover), Jana Gussenberg (Crocodiles Osnabrück) und Hanna Rollwage (Judo in Holle) sicherten sich in ihren Gewichtsklassen jeweils die Goldmedaille. Während sich Göbel (bis 40 Kilogramm) auf ihrem Weg zum Turniersieg unter anderem in einem niedersächsischen Duell gegen die spätere Zweite Sarah Ischt (MTV Vorsfelde) durchsetzen konnte, revanchierte sich Gussenberg (bis 44 Kilogramm) für das Finale der diesjährigen Deutschen Meisterschaften und bezwang Mascha Ballhaus aus Schleswig-Holstein. Nach ihren fünften Plätzen bei der DM und dem European Cup in Antalya kämpfte sich Rollwage bei diesem Turnier in der Kategorie über 70 Kilogramm auf den ersten Platz vor.
Starke dritte Plätze sicherten sich Sarah Elena Sachse (Crocodiles Osnabrück) in der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm und Katharina Wendt (SV Nienhagen) im Limit bis 70 Kilogramm. Pia-Marie Meyer (SV Eintracht Wiefelstede) musste sich im kleinen Finale einer Kämpferin aus Brandenburg geschlagen geben und wurde Fünfte. „Die Mädchen haben von der Qualität und den Platzierungen her ein starkes Turnier gezeigt“, lobte Landestrainer Marc Blödorn, machte allerdings auch auf die in seinen Augen zu geringe Zahl an NJV-Starterinnen aufmerksam. „Es stellt sich die Frage, wie wir den Vereinen helfen können, wieder mehr Kämpferinnen zu solchen Turnieren zu entsenden“, kommentierte er die Teilnehmerzahl aus niedersächsischer Sicht.
Im männlichen Bereich setzten sich insbesondere Maksym Denchyk (Judo-Team Hannover) als Zweiter sowie Lucas Fejfar (Eintracht Hildesheim), Nick Angenstein (MTV Vorsfelde) und Luka Fettköther (Judo in Holle) als Dritte mit Platzierungen auf dem Podest in Szene. Denchyk hatte in der Gewichtsklasse bis 43 Kilogramm nur gegen den späteren Sieger Felix Ebner aus Berlin das Nachsehen. DM-Starter Fejfar kämpfte im Limit bis 50 Kilogramm stark und zeigte sich mit dem gewonnenen dritten Platz insgesamt zufrieden. Zwei gewonnene Kämpfe und eine Niederlage gegen den späteren Turniersieger aus Hamburg brachten Fettköther (bis 81 Kilogramm) in das kleine Finale. Dort behielt er gegen einen Brandenburger mit zwei Waza-aris die Oberhand und sicherte sich so Bronze. Dieselbe Platzierung erreichte der Vorsfelder Angenstein nach sehenswerten Siegen in der mit 21 Teilnehmern am stärksten besetzten Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm.
Weitere Ergebnisse in Schlagdistanz zu den Medaillen rundeten das gute NJV-Ergebnis ab. Nick Poeppler vom Mellendorfer TV erreichte im Limit bis 50 Kilogramm den fünften Platz, Leon Obecny (VfL Stade) und Mika Kelch (KS Lüneburg) landeten in der Kategorie bis 60 Kilogramm auf den Rängen 5 und 7. Bengt Schulz (SV Nienhagen), Dennis Fetter und Anatolie Kirsch (beide Judo-Team Hannover) verbuchten ebenfalls ein Ergebnis in den Platzierungsrängen. Mit dem Gesamtperformance der niedersächsischen Starter zeigte sich Marc Blödorn durchaus zufrieden. „Auch die Jungs haben insgesamt gesehen ein gutes Turnier abgeliefert“, äußerte er im Gespräch mit dem NJV-Medienteam. Der Landestrainer identifizierte jedoch einige Bereiche, in denen „durchaus noch etwas Luft nach oben“ ist. Diesen Bereichen wird sich in den nun folgenden Trainingsperioden intensiv gewidmet.
Bericht: NJV-Medienteam (Christian Jelinsky)
Foto: TURA Bremen (Archiv)