Neben den NJV-Juniorinnen, die bei den Belgian Ladies Open drei Medaillen gewannen (http://njv.de/aktuelles/news.php?id=7044), konnten sich mit Toni Grohn und Benjamin Bouizgarne (beide Judo-Team Hannover) auch zwei niedersächsische Männer in der Wallonischen Region auf das Podest vorkämpfen. Beim Internationalen Turnier in Visé gewannen sie die Bronzemedaille.
Im Vergleich zu den Deutschen Meisterschaften eine Woche zuvor deutlich steigern konnte sich Toni Grohn. In der Gewichtsklasse bis 90 Kilogramm startete er mit Siegen gegen den Bundesligisten Denis Barboni aus Luxemburg und den Fünften der letztjährigen Universade Antonine Lamour (Frankreich) in seinen ersten internationalen Wettkampf der Saison. Auch in seinen zwei weiteren Kämpfen gegen Golden League-Starter Clément Legoux aus Frankreich und den Schweizer Simon Schnell ging Grohn als Gewinner von der Matte. Erst im Halbfinale gegen den Sieger des European Cups von Celje, dem Franzosen Arthur Aspaturian, riss seine Siegesserie. Die ersehnte Medaille sicherte sich der Hannoveraner im anschließenden kleinen Finale nach einem starken Kampf gegen den erfahrenen Pierre-Louis Guerin, ebenfalls aus Frankreich. „So kann es weitergehen“, zeigte sich Toni Grohn mit seinem Abschneiden in Belgien zufrieden. Die Silbermedaille in dieser Gewichtskategorie sicherte sich der Holler Bundesligakämpfer Mistral Janssen.
Benjamin Bouizgarne konnte im Limit nahtlos an seine Platzierung von den Deutschen Meisterschaften anknüpfen. Wie schon in Hamburg freute er sich auch bei den Offenen Belgischen Meisterschaften über den Gewinn der Bronzemedaille. Im Schwergewicht (über 100 Kilogramm) sammelte er wertvolle Erfahrung mit vier französischen Gegnern. Einem Sieg gegen Hadrien Livolsi folgte eine Yuko-Niederlage gegen Loïc Davenne. Seine Chance auf einen Platz auf dem Siegerpodest wahrte Bouizgarne mit einem Erfolg über Nicolas Blanchard. Im Kampf um den dritten Platz setzte er sich gegen den Gewinner des European Cups in Estland, Cédric Medeuf, durch.
Weitere niedersächsische Starter, darunter Nils Becker, Henrik Schreiber (beide Crocodiles Osnbrück), Christoph Siegel (Judo-Team Hannover), Vahe und Narek Shahverdyan (SC Budokwai Garbsen) und Felix Schulze, konnten sich nicht in die Finalrunde vorkämpfen.