Dimitri Peters gewinnt Bronze bei Weltmeisterschaften

NJV-Athlet Dimitri Peters (Judo-Team Hannover) hat seine Ambitionen auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro eindrucksvoll untermauert. 342 Tage vor der Eröffnung des größten Sportevents der Welt zeigte sich der am Olympiastützpunkt Hannover unter Sven Loll trainierende Sportler in einer starken Verfassung und gewann bei den Weltmeisterschaften Bronze. In seiner Gewichtsklasse bis 100 Kilogramm musste er sich im Viertelfinale nur dem späteren Sieger Ryunosuke Haga aus Japan geschlagen geben. „Ich habe mir vorgenommen, um eine Medaille zu kämpfen. Dieses Ziel habe ich erreicht, sodass ich insgesamt zufrieden bin“, äußerte der Olympia-Dritte von London nach dem Wettkampf.

Der Wettkampftag des Sportsoldaten begann mit einem Sieg gegen den Ungar Gergo Fogasy (#39) in der zweiten Runde. Nach knapp zwei Minuten erzielte „Dima“ einen Waza-ari, bevor er seinen Gegner wenig später mit seiner Spezialtechnik Juji-Gatame zur Aufgabe zwang. „Dass ich gut in den Wettkampf reingekommen bin, war mitentscheidend für den weiteren Verlauf der WM“, kommentierte der Sportler seinen ersten Kampf. Ebenso souverän agierte Peters im Kampf um den Einzug in das Poolfinale: Schon nach 25 Sekunden ging er mit einer großen Wertung für einen spektakulären Schulterwurf in Führung und kontrollierte danach im Kampf. Den Sieg machte der niedersächsische Olympiaspirant schließlich wie zuvor durch eine Hebeltechnik perfekt.

Über die volle Distanz von 05:00 Minuten ging es um Viertelfinale gegen den Japaner Haga. In einem offenen, überwiegend ausgeglichenen Kampf musste sich Peters dem Achten der Weltrangliste knapp (und nicht unumstritten) mit einem Shidonachteil geschlagen geben. „Ich konnte meinen Griff nicht durchsetzen“, analysierte der Ex-Rotenburger in einem Interview mit dem ZDF diese Niederlage. Vergleichbar spannend war auch Dimitris folgende Trostrundenbegegnung gegen den Kirgisen Chingiz Mamedov (#58). In einem engen Kampf kassierte der Hannoveraner 1:53 Minuten vor dem Ende die erste Strafe. Unter Zugzwang, diesen Nachteil zumindest ausgleichen zu müssen, setzte er rund 40 Sekunden später viel auf eine Karte – und zog den Seoi-nage gewinnbringend durch.

Bundestrainer Detlef Ultsch konnte sich sowohl über die starke Leistung des NJV-Sportlers, als auch über den bisherigen Turnierverlauf des zweiten Starters im Limit bis 100 Kilogramm, Karl-Richard Frey aus Nordrhein-Westfalen, freuen. Dessen umjubelter Halbfinalsieg gegen den Weltranglistenersten, Lukas Krpalek, bedeutete für Peters die schwere Aufgabe, sich im kleinen Finale gegen den Tschechen durchsetzen zu müssen, um Bronze zu erreichen. Die Statistik des Weltranglisten Krpalek liest ist beeindruckend: Auf der World Tour der IJF hat Krpalek 45 seiner 50 Kämpfe gewonnen und sich seitdem bei jeder Veranstaltung platziert. Doch „Dima“ hatte den Dritten der Qualifikationsrangliste den Tag über auf der Wettkampffläche beobachtet und für sich festgestellt, dass dieser nicht in absoluter Bestform sei. Fest entschlossen, diese kleine Schwäche seines Kontrahenten auszunutzen, ging er den in den Kampf und setzte den Tschechen von Anfang an unter Druck. Mittels einer Handtechnik entschied der Athlet nach 02:09 Minuten das kleine Finale für sich und holte damit – wie schon im Jahr 2013 – WM-Bronze.

Von verschiedenen Medien auf das teaminterne Duell mit Karl-Richard Frey – dieser musste sich nach einer Niederlage gegen den Japaner Haga mit Silber begnügen – angesprochen wiederholte Peters seine Aussage aus der Vergangenheit: „Wir sind beide top, der bessere von uns beiden wird dann in Rio an den Start gehen. Fertig. Aus.“ Bis zu der Nominierung durch den DJB werden sich die beiden Weltklasse-Athleten auch in den Augen des Bundestrainers noch weiter nach vorne treiben und in der verbliebenen Zeit sämtliche noch verbliebenen Leistungsreserven angreifen. Dimitri Peters hat mit den Olympischen Spielen im nächsten Jahr – wie er formuliert – weiterhin „ein großes Ziel klar vor Augen, für das es sich lohnt, sich zu quälen“.

Bericht: NJV-Medienteam (Christian Jelinsky)
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Link zu einem Beitrag des ZDF: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2479426/Nur-einer-von-beiden-darf-zu-Olympia#/beitrag/video/2479426/Nur-einer-von-beiden-darf-zu-Olympia