Zum European Cup nach Málaga schickte der NJV am Wochenende zwei Athleten: Nicolas Kunze vom MTSV Aerzen und Philip Drexler von den Judo Crocodiles Osnabrück. Dass die beiden gleich zwei Medaillen mit zurückbringen, war zumindest in der Deutlichkeit nicht abzusehen.
Nicolas Kunze, der wegen Abiturprüfungen in diesem Jahr nur beim Bundesranglistenturnier der U21 an den Start ging, feierte mit der ersten EC-Medaille seiner Karriere ein fulminantes Comeback in den internationalen Wettkampfzirkus.
Mit Siegen gegen Mohamed Taibi (MAR), Nanco Krijthe (NED) und Miguel Gago (POR) - alle in unter einer Minute - ebnete er sich den Weg ins Halbfinale. Auch gegen Saima Louette (FRA) sorgte er mit Waza-ari und Ippon in unter drei Minuten für einen vorzeitigen Sieg und den Einzug in seinen ersten internationalen Finalkampf. Lange hielt er hier dem Japaner Yamato Fukuda stand, musste sich aber schließlich mit einem Armhebel dem Asiaten geschlagen geben - die Freude über die gewonnene Silbermedaille in der Gewichtsklasse -66 kg überwiegt dennoch.
Philip Drexler, der noch beim EC in Nanterre in der ersten Runde ausschied, zeigte in sieben (!) Kämpfen in Málaga sein eigentliches Niveau. Mit schnellem Angriffsjudo musste er sich im Poolfinale nur dem Ukrainer Anton Shuhalieiev geschlagen geben. In der Trostrunde kämpfte er sich mit wichtigen Siegen gegen seine deutschen Gegner Dimitrij Popp und Maxim Malsch ins kleine Finale vor. Eine klare Ansage für folgende Nominierungen waren nicht nur die Trümpfe gegen die deutsche Konkurrenz, sondern auch die Nervenstärke im Bronzekampf. Nach 1:20 kürte sich der Osnabrücker gegen den Belgier Muslim Adashev zum Drittplatzieten der 73-Kilo-Kategorie.
Anfang Juni geht es für unsere Medaillengewinner beim EC in Graz weiter, um an die guten Leistungen des Wochenendes anzuschließen und sich beim Bundestrainer für die EM und WM der Junioren anzubieten.
Beim EC der nächstjüngeren Altersklasse gingen in Polen ebenfalls zwei NJV-Judoka an den Start. Liam Sonnemann und Matti Göbel schieden jedoch beide in der ersten Runde aus.