Gemeinsam die Förderung und Entwicklung des Gehörlosen-Sports sowie der Judodisziplin in Niedersachsen stärken: Dieses Ziel hat sich vergangene Woche der NJV gemeinsam mit dem Gehörlosen-Sportverband Niedersachsen (GSN) auf die Fahne geschrieben. Im Zuge einer Präsidiumssitzung besprach Präsident des GSN-Verbandes Timo Kruckemeyer gemeinsam mit dem Präsidium den Kooperationsvertrag, der vergangene Woche im Haus des Sports in Hannover unterzeichnet wurde. "Wir freuen uns über die Kooperation und für alle NJV-Judoka, die davon profitieren werden", so NJV-Vizepräsident Julian Jelinsky. Denn Judoka mit Hörschädigung können fortan beispielsweise über den GSN in neue Förderstrukturen eingebunden werden. Künftig wollen beide Verbände die Zusammenarbeit bei Veranstaltungen fördern sowie Informationen und Ressourcen im Bereich der Sportentwicklung und -förderung austauschen. So kann der NJV bei der Teilnahme von gehörlosen Judoka an zentralen Maßnahmen, wie der Trainerausbildung, auf das Knowhow des GSN zurückgreifen.
Auch hinsichtlich der Organisation von inklusiven Sportveranstaltungen schreiben beide Verbände die gegenseitige Unterstützung groß, um eine offene und integrative Sportkultur zu fördern. Eine gemeinsame Kommunikationsstrategie soll die Zusammenarbeit bekannt machen und das Bewusstsein für die Belange des Gehörlosen- und des Judo-Sports schärfen. "Wir sind uns einig, dass Judo als inklusiver und integrativer Sport in die judobezogene Öffentlichkeit getragen werden muss", bekräftigt Julian Jelinsky.
Gehörlose Judoka können sich gern bei Martin Frey (NJV-Behindertensportreferent) melden, sofern Interesse besteht an Wettbewerben des GSN teilzunehmen.