Vergangenes Wochenende kamen Judotrainer aus Niedersachsen in Rotenburg zusammen, die sich über den aktuellen Stand im neuen ID-Judo-Graduierungssystem informieren wollten.
Das neue System wurde von den ID-Judobeauftragten der Landesverbände Berlin, Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen erstellt und nun federführend in Niedersachsen von Jörg Wolter (Nordrhein-Westfalen) und Martin Frey (Niedersachen) vorgestellt.
Das neue Graduierungssystem folgt den Richtlinien zur Graduierung im Deutschen Judobund und überträgt die alte Prüfungsordnung für Menschen mit geistigen Behinderungen in diese neue Form.
Unter den Teilnehmenden wurde in kleinen Praxiseinheiten viel diskutiert und durch langjährige Expertise im Training mit ID-Judoka gute Anregungen an die Erstellenden des Graduierungssystems weitergegeben. Diese sollen nun weiter eingearbeitet werden und in die Endfassung mit einfließen. Geplant ist, im November den fertigen Entwurf auf der Mitgliederversammlung des DJB zur Abstimmung einzugeben und mit einer Übergangsfrist über 2025 endgültig zum Jahr 2026 einzuführen.
Am zweiten Tag der ID-Judo-Fortbildung stellte Jörg Wolter die während der Corona-Pandemie erarbeitete Single-Kata vor, die zukünftig auch in Kata-Wettbewerben zum Einsatz kommen soll. Bei der diesjährigen Deutschen Kata-Meisterschaft in Erlangen wird es eine Demonstration der Kata für die verschiedenen Wettkampfklassen im ID-Judo geben.
Weiterführend stellte Jörg Wolter dann noch seine „Specials" im Boden dar: Der versierte Techniker und Träger des 6. Dans zeigte hier noch einige Techniken, die den ID-Bereich tangieren können, aber eher „ungewöhnlich" daher kommen.
Text: Martin Frey (NJV-Behindertensportreferent)
Redaktionelle Anpassungen: NJV