Mortaza Suha holt EM-Bronze

NJV-Judoka Mortaza Suha sicherte sich bei den Europameisterschaften U23 in Neapel (Italien) souverän die Bronzemedaille.

Vom 30. Oktober bis zum 1. November kämpfen insgesamt elf deutsche Judoka bei den europäischen Titelkämpfen um die Medaillen. Bei den Einzelwettkämpfen standen 275 Athletinnen und Athleten aus 36 Nationen auf der Tatami. Am heutigen Samstag ging Suha vom Judo-Team Hannover in der Gewichtsklasse über 100 Kilogramm an den Start.

Er fand direkt gut in den Wettkampf und dominierte seinen Auftaktkampf gegen Martin Sedlak (CZE) insbesondere im Bodenkampf. Damit zog er souverän ins Poolfinale ein. Dort wartete mit dem Türken Recep Ergin eine deutlich größere Herausforderung. Bereits nach wenigen Sekunden geriet Suha durch einen Waza-ari und einen Yuko in Rückstand. Doch er ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen und kämpfte weiter nach vorne. Als sein Gegner einen Angriff nicht erfolgreich abschließen konnte, spielte Suha seine Stärke am Boden erneut aus und sicherte sich den Einzug ins Halbfinale.

Dort traf er auf den späteren Europameister Kanan Nasibaov (AZE). Gegen den starken Kontrahenten fand Suha diesmal kein passendes Mittel und musste sich geschlagen geben.

Im Kampf um Bronze wartete mit Giorgi Badushvili erneut ein anspruchsvoller Gegner aus Georgien. Dieser setzte sich zunächst immer wieder mit seinem starken Griff durch und brachte Suha mit zwei Bestrafungen in Rückstand. In der letzten Kampfminute gelang dem Hannoveraner jedoch die entscheidende Wende: Mit einem starken Uchi-mata-Angriff erzielte er einen Waza-ari und setzte im anschließenden Bodenkampf nach. Damit ließ er seinem Gegner keine Chance mehr und machte den Gewinn der Bronzemedaille perfekt.

Ein starker Auftritt bei den Europameisterschaften, der mit einem Platz auf dem Podium belohnt wurde!

Bereits am morgigen Sonntag bietet sich für Suha die nächste Chance auf Edelmetall: Im Mixed-Team-Wettbewerb geht er gemeinsam mit der deutschen Nationalmannschaft auf die Matte und kämpft um einen Platz auf dem Podium.

 

Fotos: EJU / Emanuele Castagna und Gabi Juan